Wenn ich morgens aufstehe, steht schon um halb acht das Empfangskomitee vor der Tür. Struppi und Mietzi miauen und schnurren und lassen sich erst einmal eine Runde kraulen. Aber dann ist es auch wieder genug. Essen, bitte! Okay. „Soup“ für Struppi, Nassfutter, klein geschnitten, für Mietzi. Und die scheuen Ladies von oben wollen auch noch versorgt werden.

Erst dann darf ich meine morgendliche Laufrunde durch die Felder starten. „Ich wohne auf dem Land bei den Bauern“, pflegt Freundin Simone die Lage ihrer Finca bei Campos zu beschreiben. Gestern am frühen Abend haben wir eine kleine Fotosafari durch die Nachbarschaft gemacht. Blühende Wiesen, ab und zu ein Windrad, hier ein Schaf, dort ein Esel. Immer wieder ein Gehöft. Wunderbare Einsamkeit. Lustig: Ein Auto voller Jugendlicher hält neben uns an und der Fahrer erkundigt sich auf Spanisch nach dem Weg zum Strand. Äh, ungefähr 13 Kilometer in die Richtung…



Nach dem Laufen frühstücken wir ausführlich, zerbrechen uns den Kopf über das Rätsel des Tages, das Freundin Helli uns schickt, spielen Wördl, lesen Zeitung, äh ja, das Katzenclo bei den Ladies oben muss auch noch gesäubert werden und schon ist es Mittag.
Die Sonne scheint, der Wind hat sich gelegt, wir steigen auf die Räder und fahren Richtung Meer.
Wieder begeistert uns die Landschaft. Wenn die Sonne scheint wie heute wirkt alles wie gemalt.


Zwischen uns und dem Meer liegen die berühmten Salinen von Es Trenc. Vorgestern haben wir hier das Flor de Sal in x Varianten gekauft, heute bahnen wir uns einen Weg durch die Salzfelder. Leider haben dies vor uns irgendwelche LKW auch gemacht und dabei den Fuß-, Rad-, Reitweg malträtiert.

Wir balancieren entlang der tiefen Furchen, ich rutsche aus und lande im Matsch, Achim fällt hin, passiert ist ihm zum Glück nichts.
Schließlich erreichen wir das Meer in Ses Covetes. Wir können es gar nicht fassen, wie intensiv die Farben heute sind.



Und dann gibt es auch noch ein Restaurant mit Meerblick, Kaffee und Windbeuteln. Fast zu schön um wahr zu sein.
