Eine Bucht für uns allein

Es ist schon wieder so weit, dass man beim Stadtbummel die Schattenseite der Straße sucht. Darüber will ich mich keinesfalls beklagen. Hätte ich doch nur etwas Luftigeres angezogen. Als ich heute Morgen wach wurde, war es frisch und neblig. Jetzt scheint die Sonne und mir ist ganz schön heiß. Stadtbummeln ist aber auch immer eine anstrengende Angelegenheit. Burgen thronen immer so hoch über dem Ort, es gibt viele Gassen zu erkunden und oft mäandern sie zwischen oben und unten.

Silves, die alte Hauptstadt der Mauren, in der wir letzte Nacht geschlafen haben, wird als „schönste Binnenstadt der Algarve“ bezeichnet. Zu Recht, wie wir finden. Viele schöne Details sind zu entdecken, wieder blühen die duftenden Orangen, etliche Cafés warten auf Kunden. Jetzt im Winter (rein kalendarisch betrachtet) ist noch nicht viel los.

Die Bucht von Albandeira ist weniger als 20 Kilometer von hier entfernt. Es ist nicht leicht, dorthin zu kommen und so haben wir sie tatsächlich für uns alleine. Nicht zu fassen.

Ich könnte lesen, ich könnte bloggen, ich könnte schlafen. Ich entscheide mich dafür, nichts dergleichen zu tun sondern lege mich in den Sand und höre den Wellen zu. Manche plätschern freundlich, manche gluckern am Felsen und dann gibt es welche, die donnern so bedrohlich gegen die Klippen, dass wir uns gleich mal vergewissern, ob wir hier eigentlich sicher liegen. Tun wir.

Irgendwann ist es dann aber auch wieder gut und wir haben Lust auf Kaffee. Hier gibt es nichts, aber bis zum Camper sind es zwei Minuten und ein Kaffee ist schnell zubereitet.

Erholt und frisch gestärkt starten wir dann zu der ausgeschilderten Klippenwanderung, die zu einer Kapelle führt. Wir laufen etwa eine halbe Stunde in die Richtung, begleitet von umwerfenden An- und Ausblicken.

Ja! So geht Algarve.

2 Gedanken zu „Eine Bucht für uns allein

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