Blau, blauer am blauesten

Wir sind mal wieder auf einem Campingplatz. Das bedeutet duschen, Haare waschen und ganz gemütlich draußen frühstücken. Gegen Elf fahren wir mit den Rädern am Meer entlang nach Süden. Wir wollen ins Naturreservat Vendicari.

Ausgedehnte Sumpfgebiete dienen den Zugvögeln als Zwischenstation auf ihrer Wanderung nach Afrika. Zahlreiche Vogelarten machen hier Pause: Stelzvögel, Graureiher, Störche, Flamingos, sowie die Stockente, Möwen, Kormorane und der Stelzenläufer. Leider sind wir viel zu spät. Die Vögel sind natürlich längst weitergezogen zu ihren Sommerquartieren. Aber wir erspähen immerhin Flamingos.

Auf der einen Seite liegen die Lagunen, eher gräulich, auf der anderen das Meer und das hat heute eine Farbe, an der wir uns nicht satt sehen können. Blau, blauer, am blauesten. „Da wirste betrunken von“, sagt mein Liebster.

Unsere kleine Wanderung führt uns durch die mediterrane Macchia, Kräuter, Disteln, jede Menge Grünzeug, das wir nicht kennen.

Unsere Augen können sich nicht satt sehen am Spiel der Farben. Ein starker Wind, der Scirocco, weht uns ins Gesicht. Fürs Picknick suchen wir Schutz hinter den Mauern einer Ruine.

Krönender Abschluss unseres Tags am Meer ist ein Bad am Strand im Naturreservat. Im ersten Moment schnappen wir, erhitzt wie wir sind, nach Luft, aber dann ist es Genuss pur.

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