Zu guter Letzt nochmal ganz viel Kunst

Anfang der 90er Jahre begann der Schweizer Künstler Daniel Spoerri in der südlichen Toskana, ca. 60 km südlich von Siena, einen Skulpturenpark anzulegen. Derzeit sind 113 Installationen von 55 Künstlern auf dem etwa 16 ha großen Gelände zu erwandern. Nichts wie hin.

Wir entdecken Spoerris Rekonstruktion des Hotelzimmers »Chambre No 13«, das er Anfang der 1960er Jahre in der Rue Mouffetard in Paris bewohnte. Es besteht ganz aus Bronze. Jedes Detail, vom Bett über die Zigaretten und den Wein bis hin zum Müsli.

Die Installation »Dies Irae« von Olivier Estoppey mit drei Trommlern und über hundert Betongänsen zieht schon von Weitem die Blicke auf sich, ebenso der begehbare »Labyrinthische Mauerweg« von Daniel Spoerri.

Viele Kunstwerke entdeckt man per Zufall hinter einem Busch oder wenn man um eine Ecke biegt wie die Versponnene Leserin, die Daniel Spoerri nach einer Zeichnung von Roland Topor anfertigte.

Interaktion ausdrücklich erwünscht ist bei J.R. Sotos Klangskulptur, mein Lieblingsobjekt in Spoerris toskanischem Skulpturengarten. 400 Aluminiumröhren verschiedener Dicke hängen in einem Kubus, den man einzeln und ganz langsam betreten soll. Das Klangerlebnis ist einzigartig. Ich würde am liebsten gar nicht mehr aufhören, darin herumzugehen.

Der Tag begann mit einem Bad in den Schwefelquellen von Saturnia.

Und er endet mit einem Bad im Trasimenischen See.

Morgen fahren wir zurück ins Po-Delta, wo wir vor acht Wochen unsere Reise durch Italien begannen. Von dort aus geht es nach Hause. So viel haben wir erlebt. Nun sind wir voller Eindrücke, Erlebtem, Emotionen. Es wird Zeit für uns heimzukommen, unser rollendes Zuhause gegen das feste auszutauschen und das Leben mit Familie und Freunden wieder aufzunehmen und zu genießen.

Grazie Italia e arrivederci!

4 Gedanken zu „Zu guter Letzt nochmal ganz viel Kunst

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