















Was bringt ein Aussichtspunkt ohne Aussicht? Aussicht. Halt in Schwarz-Weiß statt in Blau-Weiß. Wetter wird bekanntlich gern mal überschätzt.

Ganz normal ist es hier auf den Straßen mit Aussicht, dass es sie auf einmal gar nicht mehr gibt. Dass sie von einem Fjord unterbrochen werden und man sich von einer Fähre auf die andere Seite bringen lässt.

Ansonsten fährt man hier sehr gemütlich Auto. Höchstens 80, meistens 60. Sehr angenehm für Touristen. Wir haben dann Zeit zu gucken. Wenn uns nicht gerade einer der vielen Tunnels die Aussicht nimmt.

Eine Panoramastraße ist übrigens auch eine Panoramastraße, wenn man vorübergehend das Panorama nicht wirklich sieht. Es ist ja da, sieht bei Regen nur anders aus als bei Sonnenschein. Man spielt sich nur selbst ab und zu einen Streich, indem man seufzt „Ach, wie schön sähe das hier bei Sonne und blauem Himmel aus!“
Da gibt es nur ein probates Gegenmittel: eine Kaffeepause. Mit Aussicht und selbst gebackenem Apfelkuchen.

Den habe ich am Tag zuvor gebacken. Da hatten wir in Stavanger 20 Euro für zwei Milchkaffee und zwei Zimtschnecken bezahlt. Unseren schönen Übernachtungsplatz am Fähranleger in Aunes erreichten wir bereits um fünf und – Regen, sei Dank! – es gab nichts besseres zu tun als zu backen.


Ein Nieselspaziergang mit Ausblick auf eine Brücke über Stromschnellen, die zu einem kleinen Wasserfall führen, in dem zur Saison Lachse springen, gliedert sich nahezu perfekt ins Tagesprogramm.



Und weil es hier so schön ist, bleiben wir einfach heute Nacht.


Da hatten die Norweger eine gute Idee: schon vor Jahren haben sie 18 „Turistveger“ quer durch ihr Land konzipiert. Diese Routen führen zu vielen Naturschönheiten, an Küsten, Fjorden, Bergen, Gletschern oder Wasserfällen entlang. Sie liegen abseits der Hauptverkehrsstraßen, gleichzeitig soll die Fahrt ein besonderes Erlebnis bieten.
Wir haben gleich mal den südlichsten ausprobiert. Jaeren genannt, nach der Landschaft, die ihn umgibt. Die Route verläuft in unmittelbarer Nähe zur Nordsee zwischen Flekkefjord und Stavanger. Zwischen Felsen und Meer während der ersten, zwischen Wiesen und Strand während der zweiten Hälfte der Strecke.
Im kleinen Flekkefjord bummeln wir durch zwei, drei Altstadtstraßen, holen ein bisschen Bargeld und erfahren von einer perfekt Deutsch sprechenden Verkäuferin im Spar, dass es in Norwegen keine H-Milch gibt. Interessant. Wir sind gespannt, ob es wirklich so ist, oder ob wir uns missverstanden haben.


Wir fahren weiter durch eine von großen Felsen dominierte Landschaft, die sich uns in stets neuen Formationen präsentieren.

„Helleren“ steht auf einem Straßenschild und lockt uns zu einer Sehenswürdigkeit in der Nähe. Keine Ahnung, worum es geht, aber wir gucken mal. Der „Helleren“ ist ein 60 Meter langer und zehn Meter tiefer Felsvorsprung, den die Menschen schon vor 200 Jahren als natürlichen Schutz nutzten. Sie bauten ihre Häuser darunter und konnten auf richtige Dächer verzichten, denn der Fels beschützt sie – heute wie damals. Die letzten Bewohner, so erfahren wir, haben den Helleren erst um 1920 verlassen.


Im Dorf Sogndalstrand wollen wir ein wenig am Strand spazieren gehen – es gibt ihn allerdings nur im Ortsnamen, nicht aber am Wasser. Dafür stoßen wir auf einen malerischen kleinen Ort mit hübschen Häusern und kleinen Gärten.


Die Felsen treten nach und nach in den Hintergrund und machen Wiesen und sanften Hügeln, Kühen und Schafen Platz.

Am Meer tauchen nun doch die ersten Sandstrände auf. Gut so, schließlich heißt es, dass sich hier in Jæren die längsten Sandstrände Norwegens befinden. Ganze 70 km mit Sanddünen sollen es sein.

Am nächsten Vormittag kommen wir in Borestranda also doch noch zu unserem Strandspaziergang. Es hat 17 Grad, der Wind ist frisch, an Schwimmen ist noch nicht zu denken. Aber ich stecke wenigstens die Füße mal ins Wasser. Eisig!


Am frühen Nachmittag erreichen wir Stavanger, das Ziel unserer ersten norwegischen Touristenroute. Neues und Altes wechseln sich ab, kleine Restaurants und Bars säumen die Hafenkante. Wir schlendern durch die Altstadt, in der es noch etliche Straßen mit alten weißen Holzhäusern gibt. Stavanger ist außerdem bekannt für seine Streetart und rühmt sich, eine der Streetart-Kapitalen Europas zu sein.






Heute früh hat mich das neue Land erst einmal überrollt. Bilder vor meinen Augen, die mein Hirn zunächst nicht sortieren konnte: so viele Hügel, über die wir unser großes Fahrzeug auf schmalen Straßen steuern mussten, für mich ganz unerwartet. Hohe Felswände, mal auf der einen, mal auf der anderen Seite. Etliche kleine Seen. Dann auf einmal eine Vielzahl kleiner felsiger Inselchen, bunte Häuser, rot angemalte Bootsschuppen, das Meer. Atemberaubend schön dieses kleine Fleckchen Erde, nur ein paar Kilometer von unserem Übernachtungsplatz entfernt. Wir suchen hier einen Ort, an dem wir frühstücken können. Vergeblich. Hier ist alles so eng, dass wir noch nicht einmal zum Fotografieren anhalten können. Wenn es irgendwo einen freien Platz gibt, steht ein „Privatgrund“-Schild dort.

Wir fahren zurück zur Hauptstraße, biegen wieder ab Richtung Wasser – und finden schließlich eine kleinen Hafen mit öffentlichem Parkplatz. Hier bleiben wir zum Frühstück. Und entspannen.

Danach ist es nicht mehr weit bis zum südlichsten Punkt des norwegischen Festlands, dem Lindesnes Fyr, dem Leuchtturm von Lindesnes. Ein beliebter Touristenort. Hier sind wir nicht alleine.

Zwei Rentnertickets kosten zehn Euro und bei grauem Himmel, grauem Meer und Nieselregen erkunden wir den Spot.

Der Leuchtturm ist der älteste des Landes und tut seit 1656 seine Dienste. Ich lerne, dass wir auf derselben Höhe sind wie der nördlichste Zipfel Schottlands, es aber noch 2518 km bis zum Nordkap sind. Wo wir hinfahren können, aber nicht müssen. Das warten wir mal ab.
Heute drängt uns jedenfalls nichts zum weiterfahren. Erstmal ankommen, heißt die Devise. Und so schauen wir uns in Ruhe die beiden Ausstellungen an, die gerade hier gezeigt werden. In einem ehemaligen Bunker werden Fotos von Leuchttürmen an der südlichen Nordseeküste gezeigt.

Im früheren Stall, in dem der Leuchtturmwärter seine Kuh, sein Pferd und sein Schwein halten konnte, werden „Portraits von Überlebenden“ der norwegischen Fotografin Elin Hoyland gezeigt. Ob Soldat oder ehemalige Gulaginsassin, die Bilder zeigen die Menschen Jahrzehnte nach ihrem traumatischen Erlebnis. Eindringliche Bilder von Menschen mit Geschichte(n).

Das Kap mit seiner wilden zerklüfteten Küste lädt zu einem Spaziergang ein. Unser Bus zum Ausruhen und es sich einfach gemütlich machen.



Um Mitternacht landet unser Schiff in Kristiansand, im Süden von Norwegen. Dies ist der Beginn einer fast zweimonatigen Reise durch ein wohl faszinierendes Land.
Die letzten zwei Tage gondelten wir gemütlich durch Dänemark, von Süd nach Nord. Erinnerungen an frühere Reisen, z. B. zu den Hochzeiten meines Bruders und – viele Jahre später – auch der seines Sohnes, wurden wach.
Wir machten einen Stadtbummel durch die älteste Stadt Dänemarks, Ribe.

Gingen am Strand spazieren.

Und verzehrten Dansk Hotdogs.

Am Abend entdeckten wir einen schönen Stellplatz direkt am Strand – und stießen dort auf einen ansehnlichen Trupp deutscher Männer: die Ü55 – Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2023 in Mexiko des Deutschen Meeresanglerverbandes. Man lernt doch immer wieder was neues.

Die Nacht verbrachten wir mit Meeresblick und – rauschen.

Gegen 18 Uhr erreichten wir schließlich den Fährhafen in Hirtshals, ganz im Norden Dänemarks. Mit einem weiteren Abstecher zum Strand, Abendessen und Lesen verbringen wir die Zeit bis zur Abfahrt.





Die Überfahrt war unspektakulär. Zum Glück. Kein Seegang. Alles ruhig. Stricken ist hier schwer in Mode, ebenso Einkaufen im Duty free. Interessanterweise wechselten haufenweise Paletten mit Cola den Besitzer. Rätsel des Alltags.
Und jetzt sind wir in Norwegen. Dem Land der Fjorde und der Mitternachtssonne. Wir haben viel Zeit, zumindest Teile davon zu erkunden und sind voller Vorfreude.
Es ist wird gerade dunkel, als wir uns um Mitternacht aufmachen, einen Schlafplatz für den Rest der Nacht zu finden. Auf einem Parkplatz etwa 25 km westlich von Kristiansand werden wir fündig. Rollos runter, Augen zu. God natt!


Es dauert zwar noch genau eine Woche, bis wir wieder zuhause sind, aber wir sind schon auf dem Heimweg. Am Samstag werden wir in Göttingen zu einem Familientreffen eintrudeln. Bis dahin haben wir ein paar Fahrtage vor uns.

Wir waren dann auf den Tag genau zwei Monate unterwegs. In den ersten Tagen unserer Reise begann Russland den Krieg in der Ukraine, was unsere Fahrt immer etwas verschattet hat.

Das Wetter war das nächste große Thema. Um diese Jahreszeit hatten wir uns weniger Regen und etwas höhere Temperaturen im Süden Europas erwartet.
Gefahren sind wir alles in allem rund 9000 Kilometer, übernachtet haben wir 59 Mal, allermeistens auf Stellplätzen für Wohnmobile, seltener auf Campingplätzen, ein Mal frei. Und natürlich in der Finca unserer lieben Freundin Simone auf Mallorca.

„Kannst du mir Deine drei Highlights dieser Reise sagen? „, frage ich Achim etwas unvermittelt.
„Och“, kommt zur Antwort. „Nee, da muss ich länger drüber nachdenken.“
Und auch mir fällt das nicht leicht. Im Gegensatz zu unserer Islandreise (da könnte ich jetzt noch die Highlights runter beten) ragen nicht einzelne Erlebnisse aus der Vielzahl der Eindrücke heraus.
Es ist vielmehr ein Verschmelzen von Bildern und Eindrücken, wie Mosaikstücke, die sich zu einem Ganzen zusammenfügen.

Hier ein malerisches Dorf, das sich an einen Hügel schmiegt, dort eine Schlucht, durch die sich ein Fluss schlängelt, während rechts und links die Felsen aufragen. Mal ist es das kleine Glück, am Meer zu sitzen und ein leckeres Getränk vor sich zu haben oder die behagliche Atmosphäre im Bus. Mal der kurze Plausch mit einer Frau aus dem Dorf. Die Tapas, der Wiedehopf, die Mimosen. Ein Kaleidoskop von Eindrücken und Erfahrungen, das sich erst im Laufe der Zeit zusammensetzen und sein Muster zeigen wird.

Zwei Monate waren wir fast ununterbrochen zusammen. Das ist zuhause anders. Es hat aber ganz gut geklappt. Natürlich gab es kleine Nickeligkeiten, auch mal die eine oder andere Explosion („Ich fahr mit dem Zug nach Hause!“), aber allermeistens haben wir uns gut vertragen.
Das Unterwegssein ist das, was mir die größte Freude ist. Nicht zu wissen, wie der nächste Ort, der nächste Stellplatz, die nächste Straße aussieht. Aber doch sicher zu sein, dass es vielleicht mal langweilig oder unschön, aber niemals gefährlich oder unangenehm sein wird. Neugierig sein und die Neugier stillen können. Das ist Reisen. Mehr davon! Folgt bald 😊

Sa Calobra, die Schlange, ist eine 13 Kilometer lange Straße, die sich im Nordwesten Mallorcas aus der Sierra Tramuntana zum Meer schlängelt.
Heiß geliebt wird diese Straße im Frühling, wenn es noch nicht so warm ist, von RadfahrerInnen. Myaden von RadfahrerInnen. Die Auffahrt zur Passhöhe ist für mich Stress pur – obwohl ich nur Beifahrerin bin. Wie muss das erst im Sommer sein, wenn auch noch die Touristenbusse hinzukommen? Nun gut, dann sind wahrscheinlich weniger Radfahrer unterwegs.

Über Serpentinen schleichen wir vor, hinter und neben den SportlerInnen den Berg hoch. Zwölf Haarnadelkurven müssen durchquert werden, wobei beim Bau darauf geachtet wurde, dass steile Anstiege vermieden wurden. Zu den spektakulärsten Spitzkehren gehört der sogenannte „Krawattenknoten“, wo die Straße eine 270°-Kurve macht.
Hinunter zum Meer ist es dann etwas entspannter, weil wir jetzt alle mehr oder weniger im gleichen Tempo fahren.

Der Ort Sa Calobra mit seinem kleinen Strand und vielen Kneipen war bis zum Bau der Serpentinenstraße in den 1930er Jahren nur über den Seeweg zu erreichen.


Wir machen noch einen kurzen Spaziergang zum benachbarten Platja de Torrent de Pareis. Er ist nur zu Fuß oder per Boot zu erreichen. Auf dem letzten Abschnitt durchqueren wir zwei in den Fels geschlagene Tunnels. Dann liegt der Strand vor uns, auf der einen Seite von hohen Felsen umrahmt, auf der anderen markiert er den Eingang zur sechs Kilometer langen gleichnamigen Schlucht.


Die Rückfahrt über die Sa Calobra ist etwas entspannter – die meisten Radfahrer sind schon weg. Wir machen noch einen Stopp am Meer, ich trinke eine Sangria, die erste auf dieser Reise. Das wurde aber auch Zeit. Auf dem Weg zurück zum Auto verweilen wir noch bei einer Musikerin am Strand. Zum Träumen schön ist das.

Das Wetter ist wie es ist. Was tun, wenn es zum Radeln zu kalt ist, der Spaziergang droht, zu nass zu werden? Ins Museum gehen. Davon hat Palma etliche zu bieten und wir steuern als erstes das Museu Es Baluard für zeitgenössische spanische Kunst an.

Viele junge SpanierInnen hängen hier, aber auch alte und berühmte mit einigen ihrer Werke. Habt Ihr gewusst, dass schon Picasso Smileys gestaltet hat?

Mein ganzer Respekt galt der jungen Lehrerin (oder Museumsmitarbeiterin), die sich mit einer großen Gruppe Teenager um dieses Ölbild der Schweizer Malerin Miriam Cahn geschart hat. Leider habe ich nichts vom Gespräch verstanden, aber die Atmosphäre war konzentriert und ernsthaft.

Das Museum wurde als neues Gebäude auf einer alten Festung in der Renaissance-Stadtmauer errichtet. Über Rampen, Balkone und Galerien kann man den Zusammenschluss des historischen mit dem modernen Bauwerk erlaufen und dabei spektakuläre Ausblicke aufs Meer mit der Bucht von Palma, die Kathedrale und die Stadt genießen. Die größte Überraschung: die Sonne scheint und ich kann meine Winterjacke ausziehen.




Es steht noch ein weiteres Museum auf unserem Plan. Aber erst bummeln wir noch ein bisschen durch die Altstadt und genießen die angenehme Temperatur, das schöne Licht und viele Momentaufnahmen.





In Spanien ist die Siesta ganz wichtig. Sie erstreckt sich über mehrere Mittagsstunden und wird gern für ein ausführliches Mahl genutzt. Deshalb bieten viele Lokale einen (oft preiswerten) Mittagstisch an und man kann zwischen mehreren Angeboten wählen, um sich ein leckeres Drei-Gänge-Menü zusammenzustellen.

Unsere Freundin hat uns die Casa Julio empfohlen, ein immer volles, beliebtes, untouristisches Lokal mitten in der Altstadt. Wir sind schon zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hier und sind jedesmal fasziniert von dem reibungslosen Ablauf, der eingespielten Zusammenarbeit der Bedienungen, die selbst im größten Trubel ein freundliches Wort finden oder dir aufmunternd auf die Schulter klopfen.

Nicht vergessen werden darf in der Schilderung die Flasche Rotwein, die fast automatisch zum Essen auf den Tisch kommt. Ob man nach drei Gläsern Rotwein zu Mittag noch ein weiteres Museum besuchen kann? Man kann.
Es ist nur ein kurzer Weg von einem halben Kilometer von der Casa Julio zum Museu Fundacion Juan March, das in einem schönen alten Stadthaus angesiedelt ist. Der Besuch kostet keinen Eintritt und wieder kann man sich hier zeitgenössische spanische Kunst anschauen.



Und weil wir, wie schon mehrfach geschrieben, Wiederholungstäter sind, landen wir später erneut in der Chocolaterie San Joan de S’Aigo mit der geschmolzenen Trinkschokolade (mit Sahne, wie es sich hier gehört) und den fettgebackenen Ensaimadas und Blätterteigleckereien. „Das sind 1000 Kalorien!“, stelle ich fest, als die Bedienung unseren Tisch füllt. „Denken Sie jetzt nicht daran. Genießen Sie einfach!“


Wenn ich morgens aufstehe, steht schon um halb acht das Empfangskomitee vor der Tür. Struppi und Mietzi miauen und schnurren und lassen sich erst einmal eine Runde kraulen. Aber dann ist es auch wieder genug. Essen, bitte! Okay. „Soup“ für Struppi, Nassfutter, klein geschnitten, für Mietzi. Und die scheuen Ladies von oben wollen auch noch versorgt werden.

Erst dann darf ich meine morgendliche Laufrunde durch die Felder starten. „Ich wohne auf dem Land bei den Bauern“, pflegt Freundin Simone die Lage ihrer Finca bei Campos zu beschreiben. Gestern am frühen Abend haben wir eine kleine Fotosafari durch die Nachbarschaft gemacht. Blühende Wiesen, ab und zu ein Windrad, hier ein Schaf, dort ein Esel. Immer wieder ein Gehöft. Wunderbare Einsamkeit. Lustig: Ein Auto voller Jugendlicher hält neben uns an und der Fahrer erkundigt sich auf Spanisch nach dem Weg zum Strand. Äh, ungefähr 13 Kilometer in die Richtung…



Nach dem Laufen frühstücken wir ausführlich, zerbrechen uns den Kopf über das Rätsel des Tages, das Freundin Helli uns schickt, spielen Wördl, lesen Zeitung, äh ja, das Katzenclo bei den Ladies oben muss auch noch gesäubert werden und schon ist es Mittag.
Die Sonne scheint, der Wind hat sich gelegt, wir steigen auf die Räder und fahren Richtung Meer.
Wieder begeistert uns die Landschaft. Wenn die Sonne scheint wie heute wirkt alles wie gemalt.


Zwischen uns und dem Meer liegen die berühmten Salinen von Es Trenc. Vorgestern haben wir hier das Flor de Sal in x Varianten gekauft, heute bahnen wir uns einen Weg durch die Salzfelder. Leider haben dies vor uns irgendwelche LKW auch gemacht und dabei den Fuß-, Rad-, Reitweg malträtiert.

Wir balancieren entlang der tiefen Furchen, ich rutsche aus und lande im Matsch, Achim fällt hin, passiert ist ihm zum Glück nichts.
Schließlich erreichen wir das Meer in Ses Covetes. Wir können es gar nicht fassen, wie intensiv die Farben heute sind.



Und dann gibt es auch noch ein Restaurant mit Meerblick, Kaffee und Windbeuteln. Fast zu schön um wahr zu sein.

Finca und Katzen hüten war der Titel meines gestrigen Blogs. ”Und wo sind die Katzen????” fragte Doro in einem Kommentar. Das fragen wir uns auch manchmal. Es gibt vier Katzen. Zwei leben im oberen Teil der Finca und sind ziemlich scheu. Die anderen beiden leben draußen und sind sehr zutraulich, sobald wir uns draußen zeigen. […]
Wo sind die Katzen?