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Ich war noch nicht überall,aber es steht auf meiner Liste

Dolomiten-Endorphine, Tag 2: Friedrich August-Höhenweg

Dass heute zu Beginn unserer Wanderung auf dem Friedrich August Höhenweg keine Endorphine sondern Adrenalin ausgeschüttet wurde, lag nicht daran, dass wir eine reine Frauengruppe waren (und alle Männer schwächelten).

Es lag auch nicht am schlechten Wetter …

… oder an der verhangenen Aussicht.

Es lag an steilen, matschigen und somit rutschigen Stellen, an denen zumindest ich mich angestellt habe wie nochmal was.

Aber bald waren diese überwunden und auch das Wetter wurde etwas besser, so dass wir einen schönen Blick auf Langkofel und Plattkofel hatten, an denen wir insgesamt fast fünf Stunden entlang wanderten.

Liegestühle luden trotz Nieselregens zur kurzen Rast ein.

Eine längere Pause gab es auf der Langkofelalm bei leckerstem Speck und hausgemachtem Käse.

Vor der Tür eine kleine Überraschung: der Wirt bot mehrere Fruchtschnäpse zum kostenlosen Verkosten an. Hmmmm. Der Himbeergeist!

Nicht wirklich eine Überraschung war, dass es nun nicht mehr nur nieselte sondern richtig regnete, die Wolken waren dicht über uns und die Sicht entsprechend bescheiden.

Die Yaks auf einer Wiese kurz vor der Seilbahn kamen dann aber nochmal überraschend. Nepal grüßt schon wieder. Die Bergvölker scheinen eine enge Bindung zu haben.

Dolomiten-Endorphine, Tag 1: Bindelweg

Schon der Blick von unserem Balkon am frühen Morgen ließ mein Herz höher schlagen. Wir waren vor einem Jahr schon einmal hier in Tamion, Val di Fassa, in der wunderbaren Agritur Weiss. Freund Thomas hatte uns hierher gelockt. Auch dieses Jahr bin ich wieder hin und weg von dieser beeindruckenden Landschaft.

Mit der Seilbahn fahren wir am Vormittag hoch auf den Col dei Rossi.

Schon während der Fahrt auf 2360 m tauchen die ersten markanten Felsformationen auf. Oben angekommen erblicken wir die Sella mit dem Pardoi und dem Piz Boé auf der einen Seite und den Marmoladagletscher auf der anderen Seite. Hier beginnt der Bindelweg, der als recht breiter gemütlicher Wanderweg zunächst bis zur Viel del Pan-Hütte führt. Von dort aus geht es dann über einen Wanderpfad weiter in Richtung Fedaiapass.

Manchmal traue ich meinen Augen kaum, so fantastisch sind die Ausblicke. Bestimmt sind jede Menge Glückshormone freigesetzt worden.

Das Thema “ Nepal“ lässt mich selbst hier in den Dolomiten nicht los – auf dem Clo der Hütte werden Spenden gesammelt.

Nach der Hütte geht es über einen Wanderpfad weiter in Richtung Fedaiasee. Die letzt halbe Stunde verlangt Konzentration auf den steil hinunterführenden Weg, an dessen Ende der See, ein nettes Café (mit Polentatorte!) und Achim auf uns warteten.

Hochzeitsreise

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Wir waren zu einer Hochzeitsfeier eingeladen, das finden wir immer sehr schön. Diese Feier war im Süden Dänemarks, für uns ist es eine Fahrt einmal durch die Republik, fast von den Alpen bis zur Elbe und dann noch ein Stückchen weiter.

An der Elbe hatte ich letztes Jahr ein schönes Fleckchen Erde kennengelernt. Kollmar an der Elbe.

Da haben wir übernachtet. Leider kamen wir zu spät für Fischbrötchen oder Currywurst. Für den Sonnenuntergang und die letzten Pommes hat’s aber gereicht 👍.

Auf dem Weg zum Polterabend kamen wir am Emil-Nolde-Museum vorbei, da mussten wir unbedingt reinschauen. Ein schöner Garten umgibt das Wohnhaus des Künstlers, ringsum nix als Natur. Und im Haus werden natürlich Bilder gezeigt, einige davon erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen. Knapp 500 Bilder sind im Depot, im Haus können nicht alle gezeigt werden, immer im Frühjahr wird eine neue Ausstellung vorbereitet.

Sehr kunstvoll gestaltet sind einige Häuser…

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Route National 88 oder Le Dorier

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Eigentlich wollte ich heute meine Begeisterung über die heute gefahrene Strecke zum Ausdruck bringen. Fast die gesamten 335 km sind wir auf der N88 gefahren. Die verläuft nördlich des Tarn nach Nordwesten. Mal als vierspurige Autobahn, oft als gut Bundesstraße ohne Kreuzungen oder die in Frankreich so beliebten Giratoires, Kreisverkehre. Und durchaus längere Strecken einfach zweispurig, eher eng, kurvig.

Kein Wunder, erst fahren wir durchs Tal des Lot, dann geht es hoch in die Cevennen. Über 1200m, so hoch wie der Harz, aber vollkommen anders.

Ich hatte schon während der Fahrt beschlossen, der RN88 widme ich mal eine ganze Reise, gucken, staunen, wandern, genießen.

Diesmal aber gibt’s nur ein paar Fotos, keine Abstecher.

Diese Region ist so vielfältig, Wahnsinn.

Als Zwischenhalt für zwei Nächte hatte ich einen Campingplatz hoch über der Loire ausgesucht.

Weil erstens abgelegen, damit sich die ganzen Eindrücke setzen können und, zweitens, wir uns nochmal…

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Adios

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Sturmwarnung für Ainsa. In der Nacht hat es so stark geschüttet… das war eine Entscheidungshilfe. Nicht noch einen Tag die Pyrenäen im Parque National de Ordesa y Monte Perdido erleben, das will ich aber bei Gelegenheit nachholen, sondern gleich weiter Richtung Heimat.

Am Hospital de Parzán – Tankstelle, Supermarkt, Restaurant – gibt’s den letzten Café con Leche. Und zwei Kilometer später noch eine weitere kurze Pause. Baustelle im Tunnel, bitte warten.

Ein kleiner Wasserfall plätschert den Fels hinunter und dann können wir weiter.

Der drei Kilometer lange Tunnel erspart uns reichlich Kurbelei gegenüber einer Passfahrt. Die relativ kleinen Straßen sind auch so schonirgendwie anstrengend.

Frankreich empfängt uns eher lieblich.

Unsere Route zum Zwischenziel in Riviére führt uns aber durch den Großraum von Toulouse. Das ist nervig, verstopfte Straßen, ungeduldige Autofahrer. Wie Paris ist auch die Verkehrsplanung rund um die Stadt zentralistisch, alle Wege führen nach Toulouse. Fürchterlich, da…

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1500 Kilometer Heimweg

Da wir Anfang nächster Woche daheim sein wollen, leiten wir heute die Rückreise ein. Rund 1500 Kilometer liegen vor uns, im Schnitt um die 300 Kilometer am Tag. So trifft es sich gut, dass es nieselt und kühl ist, als wir heute Morgen San Sebastian in Richtung Pamplona verlassen. Auch diese Stadt lassen wir links liegen, denn wir können keine Altstädte, Kathedralen und Gassen mehr aufnehmen. So viel gesehen in den letzten Wochen. Gnädig lassen wir uns also vom Nebel einhüllen und rollen auf der leeren Autobahn dahin.

Bis, ja, bis endlich unser spanischer Lieblingssupermarkt auftaucht, in dem wir uns für zuhause mit Wein, Jamon und anderen Leckereien eindecken.

Nachdem wir den quirligen Großraum Pamplona verlassen haben, durchfahren wir das leere Aragonien. Achim wird ganz narrisch, weil es so schöne Ausblicke gibt, man aber nicht anhalten kann.

Gegen halb fünf erreichen wir unseren Drei-Sterne- Campingplatz in Ainsa, ein Dörfchen in den Pyrenäen. Nach drei Nächten auf Stellplätzen mit Katzenwäsche in unerem Minibad tut eine ausgiebige Dusche mal wieder gut. Außerdem gibt es einen beheizten Pool und eine Sauna. Letztere brauchen wir nicht, weil es im Laufe des Tages wärmer geworden und jetzt richtig schwül ist. Den Pool habe ich für mich allein. Wunderbar.

Am Abend radeln wir nach Ainsa. Die Altstadt liegt auf einem Hügel. Es ist unser letzter Abend in Spanien, den wir traditionell mit einer Caña und einer Sangria einläuten. Ein bisschen Wehmut macht sich breit, weil das Ende dieser längsten gemeinsamen Reise, die wir bisher gemacht haben, naht. Es war nicht immer Harmonie pur, wir haben uns auch ganz schön gekabbelt, aber unsere 8 qm haben uns dennoch ein gutes zweites Zuhause geboten.

Viel Vorfreude habe ich auf daheim, die kleine Familie, die Freundinnen und Freunde.

Costa Vasca oder Auf dem Weg nach Donostia

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Am Meer von Bilbao nach Osten, das Meer, die Biskaja, immer links neben uns. Doch zuerst führt uns ein Highlight am Rio del Nervión, der auch durch Bilbao fließt, flussabwärts nach Portugalete. Durch die kleinen Gassen dort sind wir auf der Suche nach einem passenden Parkplatz. Fehlanzeige. Wir sehen Laufbänder, die als Aufstiegshilfen beliebt sind.

Und durch die Häuserschlucht erblicken wir die Sehenswürdigkeit:

Die 1893 errichtete Schwebefähre (seit 2006 Weltkulturerbe der UNESCO) verrichtet nach wie vor ihren Dienst. Eine Brücke ist hier undenkbar, liegt doch 10 km Flußaufwärts der Hafen von Bilbao. Es ist eng auf dieser Seite des Flusses, das bereitet schon ein wenig Stress. Keine Parkplätze, kein Platz fürs WoMo im Wartebereich der Fähre. Aber dann geht’s doch weiter. Wir schweben nach Getxo auf der östlichen Seite des Flusses.

Und dort finden wir schnell einen Parkplatz, ein Café und den Blick auf dieses Wunderwerk.

Erst mal…

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Entspannt in Bilbao

Bilbao ist ein coole Stadt. Falls es irgendetwas geben könnte, was mich hier irritiert, dann wäre es vielleicht die Sprache. Voller x oder tx, jedenfalls kann man sie nicht entziffern, nichts verstehen. Da ist die gemeine Touristin froh, dass alles zweisprachig, also in Baskisch und Kastilisch beschriftet ist. So hat man eine kleine Chance zu verstehen, worum es geht.

Zum Beispiel Zubizuri. Kommt doch niemand auf die Idee, dass das Spanisch ist. Ist es ja auch nicht. Ist Baskisch, bedeutet weißer Bogen und ist der Name einer elegant geschwungenen weißen Brücke, die eines der Wahrzeichen Bilbaos ist.

Ein weiteres ist das Guggenheim-Museum, von 1993 bis 1997 vom amerikanischen Architekten Frank Gehry gebaut. Heute wird es als Startschuss für die urbane Entwicklung der Stadt gesehen. Früher reine Industrie – und Hafenstadt lockt sie jetzt viele KunstliebhaberInnen und Reisende an.

Vor dem Gebäude findet man die „Maman“ genannte Spinne von Louise Bourgeois und den blumigsten Hund aller Zeiten, „Puppy“ von Jeff Koons.

Drinnen werden Werke von VertreterInnen zeitgenössischer Kunst wie Jenny Holzer, Richard Serra oder Gerhard Richter gezeigt.

Unser weiterer Spaziergang durch Bilbao führt an diversen Prunkbauten und zahlreichen modernen Gebäuden vorbei und durch schöne kleine Parks.

Mit der Standseilbahn fahren wir hoch zu einem Aussichtspunkt, der uns schöne Blicke auf die Stadt unter uns schenkt. Auf der Rückfahrt sitzt ein alter Mann mit uns in der Kabine und spielt auf seiner Mundharmonika. Mit strahlendem Lächeln bedankt er sich für den Applaus. Glücklich geht er danach davon.

Für uns war es ein weiter Weg, endlich auch mal wieder heiß und so kommt uns das vielgerühmte Café Iruña mit seiner orientalisch angehauchten Inneneinrichtung und köstlichen baskischen Pintxos (Tapas, leckere Kleinigkeiten) gegen 18 Uhr gerade recht.

Schon gestern Abend haben wir der hiesigen Sitte folgend einen Zug durch die Bars gemacht und u. a. marinierten Kabeljau, mit Paté gefüllte Macarons (ein Traum!) oder einen pechschwarzen Böller, der mit Fischbrei gefüllt war, gegessen. Keine Ahnung, was das war, hat hervorragend geschmeckt.

So machen wir auch an diesem Abend weiter. Nach frittierter Garnele, Anchovis und Pulled pork auf einem Maisküchlein gekrönt von einem kleinen Apfelschnitz erleben wir in einer der Altstadtgassen noch eine Überraschung: eine 15-köpfige Musikgruppe spielt baskische Weisen mit Einhandflöten (Txistu) und kleinen Trommeln. Leider nur zwei Stücke, dann ziehen sie weiter und wir fahren mit dem Bus zu unserm Bus, den wir auf einem Stellplatz über der Stadt geparkt haben.

Gaudís Laune in Comilla

Es war einmal ein Marqués de Comilla, der 1817 in dem kleinen Ort am Meer als Antonio López geboren wurde, nach Kuba auswanderte und dort als Sklavenhändler, Tabakplantagenbesitzer, Reeder und anderen Geschäften ein Vermögen machte. Als er nach vielen Jahrzehnten in seine Heimat zurückkehrte, hegte er den Wunsch, seinen Heimatort zu verschönern und beauftragte führende Modernisme-Architekten mit dem Bau verschiedener Häuser.Gaudí war erst 31 Jahre alt, als er den Auftrag annahm, ein Sommerhaus für Marqués de Comillas Schwager zu bauen. Weil der Bau recht extravagant geraten ist, wird er Capricho de Gaudi (Gaudís Laune) genannt.Das Ziegelsteingebäude ist mit Kachelbändern aus grünen Blättern und Sonnenblumen verziert sowie arabisch inspirierte Elemente wie ein an ein Minarett erinnernder Turm prägen die Fassade.Die Villa wird heute als eines der ersten relevanten Werke des berühmten spanischen Architekten angesehen und ist eines der drei Bauwerke, die er außerhalb Kataloniens baute.

Picos de Europa

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Potes heißt der kleine Ort am Rande des Parque National de Picos de Europa. Der Name der Nationalparks gehört zu jenen Bezeichnungen, die bei mir seit ewigen Zeiten Reisegelüste auslösen.

Hurra, nun bin ich da. Natürlich wollen wir uns dieses Gebiet erwandern. Der Ort liegt auf nur 360m über Null, fangen wir also nicht gleich mit einem 2000er-Gipfel an.

In der Karte finde ich einen ausgewiesenen Wanderweg, allerdings ist der 17 Kilometer lang. In meiner digitalen Karte finde ich einen Abkürzungsweg. Bei Sonnenschein wandern wir los.

Aus dem Ort raus und schon geht’s steil, sehr steil hinauf. „So ein Mist, eigentlich habe ich heute gar keine Lust zum Wandern“ – Eva ist nicht begeistert. Das ändert sich aber als wir eineinhalb Stunden und 400 Höhenmeter später auf einem breiten Kamm ankommen. Viehweiden und Aussicht belohnen uns. Eva ist nun auch mit Freude dabei.

Aber jetzt nochmal soviele Höhenmeter? Nein…

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