Archiv des Autors: doeziblog

Avatar von Unbekannt

Über doeziblog

Ich war noch nicht überall,aber es steht auf meiner Liste

Steineichen, blaue Elstern und ein Pool

Ehe die große Hitze anbricht, sind wir schon unterwegs, um die berühmten römischen Bauten in Mérida anzuschauen – oder zumindest einen Teil davon: das Teatro Romano (in dem auch heute noch Theater gespielt wird. Im Juli geht das 65. Theaterfestival über die Bühne), das Amphitheater und eine Brücke mit 60 Bögen. Leider haben wir keine Stelle gefunden, von der aus man dieses Prachtexemplar in Gänze bewundern kann.

Dann sehen wir zu, dass wir, möglichst die Schattenseiten der Straßen suchend, zu unserem Bus kommen. Noch altes Wasser raus, frisches rein und los geht’s. Unsere Strecke heute ist kurz, knapp 70 Kilometer. Wir haben uns einen Campingplatz auf dem Land ausgesucht, um ein Gefühl auch für diese Ecke Spaniens zu bekommen, genannt Extremadura.

Alle unsere Erwartungen werden erfüllt. Die Landschaft ist wunderschön. Wir stehen unter alten Steineichen, die ein wenig Schatten spenden, schauen den Geiern beim segeln zu und bekommen Besuch von blauen Elstern, die wir hier zum allerersten Mal sehen.

Der Pool macht letztendlich mein Glück perfekt.

Am Abend machen wir noch einen kleinen Spaziergang. Angesichts der Weite der Landschaft und der Farben werden Erinnerungen an Namibia wach.

Am Ende des Weges taucht dann auch noch ein Wasserloch auf – aber ohne Oryx und Warzenschwein.

EXTREMadura

Avatar von zimjoaUnterwegs

Extrem früh sitzen wir geduscht aber ungefrühstückt auf unseren Rädern. Es ist kurz vor acht und wir wollen uns die Kathedrale anschauen. Dort gibt’s täglich bis auf Sonntags die Möglichkeit, kostenfrei zwischen 8:30 und 9:30 einen Blick hinein zu werfen.

Die Konstruktion der Moschee, in die die Kathedrale eingebaut wurde, ist noch gut zu erkennen. Sehr groß mit sehr vielen Säulen.

Karl der fünfte genehmigte den Umbau. Um später seinen Ärger darüber mit den Worten „Wenn ich gewusst hätte, was ihr (die Baumeister) daraus macht, hätte ich die Änderung nie erlaubt!

Zu spät. Diese Überbauung ist auch schon ziemlich extrem.

Gut, jetzt haben wir das auch gesehen. Wir sind , was Sakralbauten angeht, doch schon ziemlich gesättigt. Wir radeln also bald wieder zum Campingplatz und genießen unser Frühstück.

Für unsere Zeit in der Extremadura haben wir uns eine Wandergegend südöstlich von Cacéres ausgesucht. Für die Strecke dorthin haben wir uns…

Ursprünglichen Post anzeigen 261 weitere Wörter

Salmorejo cordobés

Avatar von zimjoaUnterwegs

Wir fahren nach Norden. Bald verschwinden die Sonnenblumen und Olivenbäume links und rechts der Straße, riesige Getreidefelder prägen das Bild der hügeligen Landschaft. Unterbrochen wird das Bild plötzlich von dieser AnsichtDavon stand ja gar nichts im Reiseführer. Ein großer Besucherparkplatz lädt zu einem Stop ein. Hm. Das große Tor ist geschlossen.

Wir wurden aber registriert. Kaum haben wir die Türen geöffnet, öffnet sich die große Pforte. Darin ein Mensch in Zivil, der uns sogleich bedeutet : so kommt ihr hier nicht rein, hier kommen viele Gäste aus vielen Ländern rein, aber nur in entsprechender Kleidung. Aber ein Foto darf ich machen. Und eine ziemlich ausführliche Erklärung auf deutsch drückt er und in die Hand.Und tschüß. Kurzfassung : 1968 erschien einigen Mädchen die heiligste Jungfrau von Karmel und später noch anderen Personen. Und deswegen hat die palmarianische Kirche an diesen Ort dieses Kloster gebaut . Jedem seinen Glauben, war…

Ursprünglichen Post anzeigen 149 weitere Wörter

Cádiz oder: Der Levante ist an allem schuld

Der Wind peitscht die Sandkörner in unsere Gesichter, als wir vom Campingplatz zum Hafen laufen. Wir haben uns den Platz in El Puerto de Santa Maria ausgesucht, weil man von hier aus mit der Fähre die Bucht queren und nach Cádiz übersetzen kann.

Theorie und Praxis. „No boat today. Too much wind!“, erfahren wir am Ticketschalter. Also fahren wir mit dem Bus. Nicht mit unserem, dem öffentlichen.

Um die Wartezeit zu überbrücken, gönnen wir uns im Straßencafé gegenüber der Bushaltestelle noch zwei Kaffee. Es freut uns immer wieder, dass man hierfür nur etwas mehr als einen Euro bezahlt. Das sind doch andere Preise als daheim.

Eigentlich sollten wir uns beim Levante, dem für die Gegend typischen warmen Ostwind, bedanken. Denn so fahren wir über die Brücke Puenta de la Constitución de 1812, die erst 2015 eingeweiht wurde und eine weitere Verbindung zwischen dem Festland und der Stadt Cádiz darstellt. Sie hat, sagt Tante Wiki, die größte Spannweite aller spanischen Schrägseilbrücken und die drittgrößte von ganz Europa. Das Bild dazu ist von Achim, nicht von mir.

Im Internet hatte ich heute Morgen einen empfohlenen Spaziergang durch Cádiz entdeckt, den wir gern machen wollen.Wir starten auf der Plaza de San Juan de Dios. Früher war er wegen der Nähe zum Hafen das Herz zur Stadt. Waren aus der ganzen Welt wurden hier vertrieben. Heute schmücken ihn ein schöner Brunnen und das Rathaus.

Wir schlendern weiter zum römischen Theater, das zufällig 1980 bei Bauarbeiten entdeckt wurde und mit einer Kapazität von 20 000 Menschen das älteste und größte in Spanien ist. Es wurde auf das 1. Jh. v. Chr. datiert.

In der Kathedrale kaut uns der norddeutsche Sprecher unseres Audioguides zwei Ohren ab. Jedes Detail will er uns erläutern. Wie kommt man eigentlich an diesen Job? DEN WILL ICH AUCH!!

Wir hängen ihn einfach an den Nagel, klettern einen der Türme hinauf und lassen uns den Levante um die Nase pfeifen. Wir halten uns am Geländer fest und genießen die herrliche Aussicht.

Zur Erholung soll es im Straßencafé mal wieder zwei Café con leche geben – aber was ist mit der Milch passiert?! Geronnen. Ich trage beide Tassen umgehend zurück, die Kellner entschuldigen sich freundlich und erklären, dass der Wind daran schuld sei. Beim Levante gerinnt sogar die Milch.

Er hat auch Schuld daran, dass das Castello heute geschlossen ist. Wahrscheinlich ist der Besuch bei dem Wind zu gefährlich. Der Anblick von außen ist aber auch sehr schön.

Entzückt sind wir auch vom Stadtstrand. Was hier fehlt, beim Levante, sind die Strandkörbe.

Wir beenden unseren Stadtbummel -nach fünf Stunden- auf der Plaza de España. Hier wurde im Jahr 1812 die spanische Verfassung unterzeichnet.

Wir sind wind- und laufmüde. Der Bus bringt uns zurück nach El Puerto de Santa Maria und wir lassen uns noch Wein und Fisch schmecken in einem Lokal am Wasser, das wir auf dem Hinweg entdeckt hatten. Wir sitzen drinnen wie alle, denn draußen würden wir fliegende Fische serviert bekommen.

Berenjenas con Miel de Caña

Avatar von zimjoaUnterwegs

Heute muss ich Berenjas con Miel de Caña kriegen, sonst sind wir aus Andalusien raus. Sagt meine Eva – und ich kann nichts dafür tun. Hoffentlich gibt es sie irgendwo.

Wir verlassen unseren ziemlich guten Naturista-camping östlich von Malaga und ziehen weiter.

Eine gar nicht mal sooo lange Liste an Points-of-interest haben wir beim Frühstück diskutiert.

Cueva de Nerja Eine tolle Tropfsteinhöhle 35 km östlich gelegen. Falsche Richtung aber … Die muss sensationell sein, die Tropfsteinhöhle mit dem europaweit größten durchgehenden Tropfstein, bei dem sich also Stalagtit und Stalagmit verbunden haben. Daran waren wir bei der Herfahrt vorbeigefahren, können wir ja mit dem Fahrrad hin. Bei der Hitze ? Nö!

Haben wir dann gecancelt, die heutige Strecke ist lang genug.

Carminito del Rey, der Königsweg. Das war ein Tipp unserer Freundin in Amecitó. Ein sensationeller Wanderweg durch Felsen hoch über einer Schlucht. Carminito del Rey hier müsst ihr mal…

Ursprünglichen Post anzeigen 439 weitere Wörter

Faule Tage

Ab und zu muss man sich beim Reisen eine Auszeit nehmen. Faul sein. Nichts Neues sehen. Einfach rumhängen. Das machen wir seit gestern. Wach werden, einen Blick aufs Meer werfen, den Wellen lauschen. Dann frühstücken. Draußen natürlich. Deutsch. So ein spanisches Frühstück wäre wie ein Italienisches oder Französisches. Och, nö. Wir haben frisches Baguette, den berühmten Jamón, Salami, Käse, Saft, Tomaten, Orangen, Marmelade. Und Filterkaffee mit aufgeschäumter Milch. Und die SZ online.

Ansonsten wechseln wir ab zwischen Strand und Buch, Schatten und Buch, Schatten und Backgammon, Pool und Schwimmen.

Wenn dann endlich Apéritifzeit ist, gibt es Apéritif. Zur Zeit trinke ich am liebsten eisgekühlten spanischen Sekt mit kleinen Melonenstückchen drin. Sozusagen eine Sangria Royale.

Heute Abend wird gegrillt, Lendchen vom Iberico-Schwein. Gelesen, gespielt und beschlossen: Morgen ziehen wir weiter.

 

 

 

 

Costa del Sol

Avatar von zimjoaUnterwegs

Unseren letzten Abend in Granada nutzen wir für einen Spaziergang durch die alten Stadtviertel Albaicin und Sacromonte.

Albaicin ist der älteste Teil Granadas an einem Bergrücken mit vielen pittoresken Gassen und einem herrlichen Blick auf die Alhambra. Insbesondere am Abend ist der Mirador de San Nicolás ein begehrter Aussichtspunkt auf die Alhambra.

Ganz anders ist das nebenan, etwas abseits gelegene Viertel Sacromonte. Es ist das Viertel der Flamencoschulen und den dazugehörigen Aufführungsorten.

Hier gibt es noch viele Höhlenwohnungen, die besonders von der alternativen Szene gerne genutzt werden.

Über die kurvenreiche A-4050, die offensichtlich (und verständlicherweise) hauptsächlich von Motorradfahrern genutzt wird, fahren wir Richtung Mittelmeer.

Einmal kommen wir an einem Waldstück vorbei, in dem Harz gewonnen wird. Wozu auch immer …

Nach nur 100 km über die Sierra de Tedejo erreichen wir unser nächstes, auch sehr spanisches Etappenziel. Die Costa del Sol.

Gleich der erste Küstenort, Almuñécar, bestätigt uns…

Ursprünglichen Post anzeigen 49 weitere Wörter

Granada: In der Alhambra

Dieser Tag beginnt bereits um Mitternacht. Denn ich habe im Internet gelesen, dass dies eine Methode sei, doch noch an Karten für die Alhambra zu kommen. Man loggt sich um Mitternacht ein, wenn die stornierten Tickets für den kommenden Tag ins System eingespeist werden. Und siehe da, es klappt! Nach einigem Formularwirrwarr ergattere ich tatsächlich Tickets – und kann vor lauter Aufregung dann erstmal ewig nicht mehr einschlafen (es ist jetzt 1.23 Uhr).

Die Alhambra ist eine trutzige Burganlage, an der viele Herrscher im Laufe der Jahrhunderte gebaut haben. Die Mauren haben hier sehr, sehr viel Geld gelassen, um prächtigste, prunkvollste Paläste und Gärten zu bauen bzw. anzulegen. Kaiser Karl baute im 15. Jh. ebenfalls einen Palast in der Alhambra. Irgendwann kam auch Napoleon, seine Soldaten sprengten Teile der Anlage, sie geriet in Vergessenheit, wurde restauriert und ist heute einer der schönsten islamischen Bauten Europas mit Millionen von Besuchern.

Ihren wirklichen Reiz entwickelt die Anlage in ihrem Inneren. Die Gärten sind voller Rosenbeete, Granatapfelbäumen, Brunnen, Wasserspielen. Aber interessanterweise entdecke ich auch Holunder und Linden, in voller Blüte, einer meiner Lieblingsdüfte. Die Hecken wurden zum Teil sehr kunstvoll geschnitten, hier ist ihre Silhouette der Burganlage nachempfunden.

Immer wieder bieten sich beim Gang durch die Gärten wunderbare Aus- und Durchblicke auf Granada und die Burg selbst.

Nach knapp vier Stunden brauchen wir erstmal eine Pause. In der Altstadt wird die gute Tradition der „cañas con tapas“ noch gelebt: du bestellst dir ein kleines Glas Bier und bekommst gratis eine kleine Köstlichkeit dazu. Das können kleine belegte Brote, ein paar Oliven oder ein paar Chips sein. Sehr lecker. Kann müden Alhambrawanderern das Abendessen ersetzen.

Um 22 Uhr sind wir wieder zur Stelle, denn wir haben Tickets für die Abendbesichtigung des Palastes. Eine zauberische Stimmung liegt jetzt über der Anlage. Viele hundert Gäste sind mit uns hier, alle flüstern nur und genießen die intensive Wirkung der kunstvollen Wandschnitzereien, der luftigen Deckenverzierungen und Wasserspiele in der schummerigen Beleuchtung.

Irgendwo habe ich gelesen, dass die Alhambra heute eine Liebeserklärung der Europäer an den Orient ist. Sie ist auf jeden Fall ein Sehnsuchtsort für jeden, der Marrakesch, Essaouira und Co liebt.

Almocita und die Alpujarra

Avatar von zimjoaUnterwegs

Ohne es bemerkt zu haben – wir sind bereits in Andalusien. Natürlich sind uns die weißen Bergdörfer aufgefallen. Sie begleiten uns seit wir die Küste verlassen haben und in die Alpujarra gekommen sind. Dies ist ein langgezogenes Tal parallel zum Hauptkamm der Sierra Nevada.

Auch „unser“ Dorf liegt in diesem Tal. Alle Häuser sind weiß, nur die die Kirche nicht. Almocita ist mit ca 120 Bewohner klein und schnell angeschaut. Den Bewohnern scheint weiß zu einsilbig zu sein, viele bemalte Wände zeigen schöne und nachdenkliche Themen.

Mit unseren Freunden gehen wir noch etwas geocachen, macht ihnen sichtlich Spaß.

Wir folgen dem Tal, kommen bald durch Dörfer auf über 1000m Höhe. Hier beginnt der Wandertourismus. In jedem Dorf gibt’s ein, zwei Hotels und kleinere Unterkünfte. Auch in der Vorsaison sind schon einige Wanderer unterwegs.

Uns zieht’s nach Trevelez, es ist ein größeres Dorf mit einigen Hotels auf 1500m, eine der höchstgelegenen…

Ursprünglichen Post anzeigen 41 weitere Wörter

Murcia und die Costa de Almería

Avatar von zimjoaUnterwegs

Die Universitätsstadt Murcia liegt genau auf unserem Weg zur Costa de Almería, an der eine 70 Kilometer lange und in unserer Karte als sehr sehenswert markierte Strecke nach Süden führt.

Die Stadt haben wir nach ca 35 km schnell erreicht. Einen Parkplatz für unseren Camper zu finden dauert allerdings länger …. Die Parkplätze an den Durchgangsstraßen sind schon nicht zahlreich, dafür natürlich belegt. Die kleineren Straßen sind sowieso parkplatzfrei.

Parkhäuser gibt es recht zahlreich. Wir sind aber über 2m50 hoch, da geht nix.

Durch die Stadt fliesst der Sangonera, dem kanalähnlichen Bett zufolge zu bestimmten ein großer Fluss. Sehr schön anzusehen sind die Jacarandabäume an der Flusspromenade. Parkplätze gibt es hier allerdings auch nicht.

2 Kilometer östlich der City gibt es dann den Touristenbusabstellplatz, da passen wir auch noch prima hin. Nach dem kleinen Spaziergang ohne großartige Bauten ins Zentrum stehen wir dann fast unerwartet vor der beeindruckenden Kathedrale…

Ursprünglichen Post anzeigen 401 weitere Wörter