Am Ende des Tages sitzen wir in einer Tapas-Bar nahe der Sagrada Famiglia. Müde, erschöpft. Das ist normal, wenn man stundenlang durch eine Großstadt gelaufen ist. Nicht normal ist, dass wir beide zwar sehr beeindruckt sind, von dem Gesehenen, aber die ganze Pracht uns (noch) nicht wirklich berührt hat.

Am späten Vormittag sind wir mit dem Zug ins Zentrum gefahren. Wir hatten uns nicht groß auf den Besuch der katalanischen Hauptstadt vorbereitet, so dass wir uns von der Plaça Catalunya durch die Altstadt treiben ließen.



Die Kathedrale La Seu ist ein eben solches Prachtstück wie der Regierungspalast und das Rathaus an der Plaça Jaume. Aus der Reihe tanzt der fantasievoll gestaltete Musikpalast im üppigen katalanischen Jugendstil. Statt einer Führung kaufen wir uns Eintrittskarten für das Internationale Poesiefestival morgen Abend, bei dem wir auch in den großen Prunksaal gelangen.

Nicht nur die Markthallen, die wir passieren, auch die zahlreichen Bäckereien laden zum Probieren spanischer und internationaler Leckereien ein: Croissants mit Marzipan gefüllt, Pasteis de nata, Arrancini…




Auffallend viele hippe Läden sind in den schmalen Gassen mit den hohen Häuserzeilen zu finden, wir sind hier nicht die einzigen Touristen, dass es in der Hochsaison auch mal unangenehm eng sein kann, glaube ich gern. Aber warum die Barcelonesen seit einiger Zeit Touristen gegenüber so negativ eingestellt sind, verstehe ich nicht.



Nach dem historischen Zentrum machen wir uns über die Ramblas vorbei an weiteren architektonischen Highlights auf zu einer DER Sehenswürdigkeiten Barcelonas schlechthin, der Sagrada Familia, von Gaudi entworfen, von Millionen Besuchern Jahr für Jahr besichtigt. Schade, dass wir keine Möglichkeit haben, sie von innen zu besichtigen. Trotz der Nebensaison gibt es keine Tickets mehr. Für morgen gäbe es im regulären Online-Verkauf noch ein einziges um 19.15 Uhr.




Nachdem wir uns bei leckeren Tapas am Abend erholt haben, denke ich, dass die Chancen auf eine gute Freundschaft zwischen dieser Stadt und mir doch gar nicht so schlecht sind.


































Sehr schön! Obwohl die Gegend nördlich von Grenoble sehr viel zu bieten hat, brechen wir auf. Spanien ist ja das Ziel. Wir folgen der Isère .In Grenoble wird sie von einem Berg zu einem großen Bogen gezwungen, erst ein Stück nach Norden, dann nach Westen. Wir folgen dem Fluss.
Immer wieder entdecken wir dann an meist kleinen Höfen Schilder. Die kurze Information darauf ist immer gleich. „Huile. Noix.“ Oder „Huile de noix“. Nussbäume also.






















Ich habe schnell die Route aufgeschrieben. Es müsste doch auch im Zeitalter der Handys und Navis möglich sein, den Weg mit einfachem Spickzettel zu finden.Die heutige Strecke ist ja auch einfach. Man denke sich eine Linie zwischen Freising und Barcelona und hangele sich daran entlang.Das Wohnmobil ist kein Rennauto und so geht’s zielgerichtet aber gemütlich zumeist über Autobahnen durchs Allgäu, am Bodensee vorbei ins Appenzeller Land Richtung Zürich. Hier hat unser fahrendes Zelt ab und zu schon ganz gut zu kämpfen. Der Weg ist das…