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Freuden des Rentnerlebens

Seit zwei Wochen bin ich zurück aus Nepal. Seit heute bin ich offiziell Rentnerin. Noch habe ich zwar keinen Rentenbescheid, keinen Ausweis, nichts. Aber mit dem heutigen 1. April enden meine Altersteilzeit und meine Anstellung im Landratsamt Freising. Ein Einschnitt, den ich aber gar nicht spüre. Denn nach eineinhalb Jahren süßem Nichtstun bin ich doch schon gut vorbereitet für die Freuden des Rentnerlebens.

Nachdem ich Freund Suren aus Kathmandu zum Bus nach Zürich gebracht habe, fahre ich mit den Öfis zum Botanischen Garten in München. Ich glaube, dass ich das letzte Mal hier war, als mein Sohn noch im Kinderwagen saß (jetzt schiebt er einen). So ist das mit den Sehenswürdigkeiten vor der Haustür.

Die Sonne scheint, ein paar andere Rentner schlendern gemeinsam mit mir durch die Beete und bewundern die Frühlingsblüher. Im Café lockt frischer Rhabarberkuchen.

Auf die Pracht der übrigen (Rosen-, Kräuter-, Nutzpflanzen-, Rhododendron-)beete müssen wir noch ein paar Wochen warten. Aber es gibt ja noch die Treibhäuser. Kakteen, Orchideen, Palmen…

Wie schön ist es, sich einfach treiben lassen zu können, sich ganz spontan für einen Ausflug zu entscheiden, zu genießen. Vielleicht ist der heutige Termin doch wichtiger als ich heute Morgen noch annahm. Er macht mir einmal mehr bewusst, wie gut es mir geht und wie wichtig es ist, diese besondere Lebensphase dankbar zu genießen.

Nepal goes Uferlos

Man bringt sich ja gerne ein paar Souvenirs mit, wenn man auf Reisen ist. Ich habe das auch gemacht und stehe nun mit ein paar Taschen aus Pokhara (Nepal) im Nachhaltigkeitszelt auf dem „Uferlos-Festival“ in Freising. Und möchte sie gern verkaufen, denn das Geld geht komplett ans Rainbow Handicraft Nepal, das kleine Label, das Goma Dakhal (die Mutter des Rainbow Children Home, in dem ich im Januar und Februar mitgeholfen habe) vor zehn Jahren gegründet hat.

Seit Montag läuft der Aufbau.

Gestern habe ich dann die Taschen eingeräumt, die von den Frauen handgewebt und -genäht wurden. 1a-Qualität! Versprochen. Und mit dem Kauf einer solchen Tasche kann man zu 100 Prozent die Kinder und Mütter in Nepal unterstützen. Das Engagement hier in Deutschland ist ehrenamtlich.

Kommt vorbei! Am Stand gibt es Flyer, Fotos und fiele (äh, viele) Infos von mir, falls gewünscht.

Weitere Infos zum „Uferlos“ und die Öffnungszeiten gibt es hier: uferlos-festival.de

Zum Abschluss der Reise ins beeindruckende Catania

Wir nehmen uns diesmal viel Zeit für die Rückreise und planen auch noch einen halben Tag in Catania ein, von wo aus wir am darauffolgenden Tag nach Hause fliegen.

Gut gemacht. Ich hatte keine Ahnung, was diese Stadt zu bieten hat, nun weiß ich: viel. Sie hat ein Flair, das mich stark an Palermo erinnert. Stattliche Häuser und Paläste säumen breite Straßen, kleine Gassen verlocken zum Bummeln. In einem Park entdecken wir nicht nur einen hübschen Pavillon und einen Drachenbaum sondern auch einen Planzenkalender aus Bux, bei dem nicht nur das Jahr durch eine Neuanpflanzung angepasst wird sondern auch der Monat, und der Gärtner offenbar TÄGLICH das Datum mit kleinen Buxzweigen neu steckt.

Auf unserem weiteren Bummel verabschieden wir uns vom Meer und vom Ätna – so viele Vulkane haben wir auf dieser Reise gesehen.

Wir entdecken eine Kirche, auf deren Kuppel man steigen darf und die einen hervorragenden Ausblick auf den benachbarten Dom bietet.

Zuguterletzt gibt es auch hier ein sehr schönes Amphitheater, dessen besondere Atmosphäre in der warmen Nachmittagssonne von StudentInnen der Kunstakademie zeichnend festgehalten wird.

Aber jetzt heißt es Abschied nehmen vom Mittelmeer, von den Inseln, von Italien. Diese zwei Wochen kamen mir diesmal sehr lang vor. Freundin Gisela spricht in solchen Fällen immer von „gedehnter Zeit“.

Unsere nächste Reise führt in die entgegengesetzte Richtung, an die Nordsee.

Vorher aber treffen wir uns auf dem „Uferlos“ in Freising.