
Eenfach mal uff de Schilder kieken…
Derjenige, der gerade die Durchsage macht, kriegt Schnappatmung, als einige Fahrgäste in die mit „Dienstfahrt“ gekennzeichnete S-Bahn steigen wollen. „Eenfach mal uff de Schilder kieken!“, blafft er sie an. Das könnte dir in München genauso passieren, da klingt es nur anders.

Döner-Hype
An meinem ersten und zweiten Tag in Berlin war die Schlange vorm Döner-Stand etwa 20 m lang. Ja spinnen die denn, die Berliner? Oder (viel wahrscheinlicher) die Touristen?
Mustafas Gemüse-Hähnchen-Döner am Mehringdamm Ecke Yorckstraße gehört zu den beliebtesten seiner Art. Zu Stoßzeiten bilden sich lange Schlangen, man wartet gern mal eine halbe Stunde auf sein Essen. Warum bloß, frage ich mich. Empfehlungen in Reiseführern, Zeitschriften und Internet-Foren dürften die Antwort sein. Es gibt aber auch Stimmen, die das Ganze als „komplette Touristen-Verarsche“ abtun. Auf den Gedanken kann man schon mal kommen, nachdem man eine gefühlte Ewigkeit auf seinen Döner gewartet hat.

Stachelige Schauspieler
Am 2. Oktober wird die „Distel“, das in Ost-Berlin gegründete politische Kabarett, 65 Jahre alt. Zur Feier des Tages schaue ich mir die brandaktuelle Kabarett-Komödie „Zwei Zimmer, Küche: Staat! Ab morgen wird zurückregiert“ an. Angela und Donald haben auch vorbeigeschaut. Netter als Putin jedenfalls, der mit Anektion droht. Hut ab vor den ganz hervorragenden Schauspielern!

Mit dem 200er durch die Stadt
Um halb zwei steige ich am Alexanderplatz ein, 40 Minuten später am Bahnhof Zoo wieder aus. Dank meiner 5-Tages-Karte kann ich mir eine kostenlose Stadtrundfahrt gönnen (funktioniert auch mit einer einfachen Tageskarte und dem 100er).
Wir passieren viele Sehenswürdigkeiten der Stadt wie das rote Rathaus, Unter den Linden, den Potsdamer Platz, die Philharmonie, den Tiergarten und die Gedächtniskirche am Breitscheidplatz. Man kann ein- und aussteigen und sich alles gemütlich anschauen. Ich bin faul heute, bleibe sitzen und lasse die Stadt an mir vorbeiziehen.


Nixons Schwestern
Ich hatte schon in der Süddeutschen von der Ausstellung gelesen. Unweit des Bahnhofs Zoo ist das C/O Berlin, in dem gerade Nicholas Nixons Bilder gezeigt werden, die er mehr als 40 Jahre lang von seiner Frau und ihren drei Schwestern gemacht hat. Einmal im Jahr, 42 Jahre lang in der immer gleichen Pose, draußen bei Tageslicht. Da sehen wir schwarz auf weiß, wie wir älter werden…











































Morgens um 8 hat es frische 10 Grad. Aber die Sonne scheint und wir freuen uns auf unseren zweiten Wandertag.Nach dem üppigen Frühstück mit hausgemachtem Brot und Käse, Speck, Wachteleiern, Trauben, Feigenmarmelade und und und fahren wir ans andere Ende des Val di Fassa auf den Pordoipass (2200m).Ein Dorf liegt neben dem nächsten. Hunderte von Hotels stehen für Tausende von Touristen bereit: Motorrad – und Fahrradfahrer, Wanderer, Paraglider und alle diejenigen, die mit dem Auto anreisen, eine der zahlreichen Seilbahnen nutzen, sich in die Höhe schwingen und das atemberaubende Panorama genießen.So auch wir. In wenigen Minuten bringt uns eine Gondel auf den 2950 Meter hohen Sass Pordoi…
… und spuckt uns mit rund 50 anderen Menschen in einer anderen Welt voller Stein und bizarrer Felsformationen wieder aus.Der Adrenalinspiegel steigt. Ich atme ein wenig kürzer. Bin aufgeregt, in dieser außergewöhnlichen Landschaft wandern zu können. Danke an Freund Moppy, der uns hierher gebracht hat.

Achim und Pit verlassen uns nach einer Viertelstunde, sie streben nach Höherem, dem Piz Boé (3152 m).Wir Übrigen schlängeln uns etwa eineinhalb Stunden durchs hohe Gebirge, ein schmaler, gut begehbarer Weg bringt uns zum Rifugio Boé (2873 m).


Von hier beobachten wir aufgeregt den steilen Abstieg der beiden Bergfexe über die Nordwand und genießen die Aussicht.

Da die letzte Bahn um 5 ins Tal fährt, haben Achim und Pit nur noch ein halbes Stündchen Pause, dann brechen wir gemeinsam auf. Und sind noch einmal hin und weg von den gewaltigen Bergformationen und den fantastischen Blicken.Wieder an der Unterkunft werden wir mit dem krönenden Abschlussbild dieses fantastischen Tages empfangen.



Höhepunkt dieser Region – ganz klar die Fränkische Schweiz mit den tollen Felsen. Auch wenn es manchmal sehr arg hoch und runter ging, diese Felsen sind grandios.












