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Madrid: wir schauen und hören

Das Café sieht ein wenig aus wie ein Wiener Kaffeehaus, dabei ist es ein Jazzclub. Einer DER Jazzclubs in Europa: das Café Central mitten in Madrid. Heute Abend spielen Cañorroto Flamenco Jazz. Dabei gehen die Stücke ganz entspannt am Klavier mit traditionellen Grooves los, dann steigen Gitarre und Stimme mit Flamencorhythmen ein, erweitern das Lied und heizen es an.

Der Flamenco drückt sowohl Lebensfreude und Rebellion als auch Schmerz, Not und Verzweiflung aus. Mit diesen Themen waren wir auch mittags schon beschäftigt, als wir die Bilder der großen Meister im Prado besuchen.

Der Prado beherbergt die Bilder-Sammlung der spanischen Könige bis zurück ins 16. Jahrhundert. In über 100 Sälen und Galerien werden rund 1800 Werke der großen alten Meister gezeigt, Bruegel, Dürer, Hieronymus Bosch, Raffael und viele andere mehr.

Zunächst einmal bin ich aufgeregt. Nicht wegen der Kunst sondern wegen verschiedener äußerer Umstände. Ich habe mein Portemonnaie im Bus gelassen und damit auch meinen Personalausweis. Somit kann ich der Dame an der Kasse nicht beweisen, dass ich älter bin als 65 und darf nicht für den reduzierten Eintritt von 7,50 Euro ins Museum sondern muss den regulären von 15 Euro zahlen. Ich sollte es als Kompliment werten.

Dann kämpfen wir mit der Technik des Audioguides. Ich erspare Euch die Einzelheiten. Jedenfalls dauert es eine Weile, bis wir uns entspannt die Heiligen, Könige, Stilleben und Massen von nackten Brüsten und Popos anschauen können.

Nach drei Stunden ist dann aber auch mal gut und es zieht uns nach draußen in die Sonne. Die scheint nämlich bei angenehmen 14 Grad.

Ein imposanter Boulevard hier, eine beeindruckende Häuserzeile dort, große Plätze, kleine Plätze, Geschäfte, Cafés, Kneipen, Kirchen, Museen, Regierungsgebäude… Hilfe, ich kann nicht mehr! Mir tun die Knochen weh vom Halbmarathon.

Aber keine Sorge, Rettung naht. Was in München die Leberkässemmel, ist in Madrid das Bocadillo de Calamares, das Baguette mit frittierten Calamari.

Und da man auf einem Bein bekanntlich nicht stehen kann, gibt es zum Nachtisch gleich die nächste spanische Spezialität: Churros con chocolata.

So gestärkt können wir noch eine Runde um die  Häuser ziehen, bis es Zeit wird für einen wunderbaren Musikabend in einem der renommiertesten Jazzclubs Europas, dem Café Central. Olé! Begeisterte Rufe aus dem Publikum. Olé!

Bereits nach einer guten Stunde  ist das Konzert zu Ende, denn es gibt pro Abend zwei Vorstellungen. Da bleibt noch Zeit für ein Eis auf dem Weg zur U-Bahn. Bei mild gefühlten zehn Grad schmeckt es schon.

Madrid: erste Eindrücke

Am Vormittag müssen wir eine spanische Gasflasche kaufen (wir haben die vom letzten Jahr wieder mitgebracht und können sie nun tauschen), Großeinkauf im Supermarkt machen (Aioli, Tortilla, Orangen, Schinken…) und gute 200 Kilometer Richtung Südwesten fahren, dann sind wir in Madrid.

Im Norden der Stadt gibt es einen Campingplatz. Den nehmen wir. In die Stadt kommen wir mit der Metro.

Und dann sind sie da, die Prachtbauten:

Die Oper
Der Königspalast
Die Kathedrale
Die Plaza Mayor

Viele Menschen sind unterwegs, viele sitzen sogar schon in den Straßencafés auf einen Kaffee, ein Bier oder einen Apéririf. Wir schlendern noch ein bisschen durch die Straßen, genießen die schönen Bauten und das entspannte Treiben und beenden unseren ersten Besuch in Madrid mit zwei cañas, zwei Glas Bier mit Knabberzeug. Morgen geht’s weiter: der Prado und ein Jazzkonzert stehen auf dem Programm.

Kraniche an der Lagune

Der Sturm hat sich über Nacht gelegt, der Regen auch. Noch vor Sonnenaufgang ziehe ich die Laufsachen an. Sobald ich den Bus verlasse, höre ich die Kraniche. Sie sind auch schon wach und machen sich in großen Schwärmen auf zu ihren Futterplätzen. Eingebettet in ihr Grugru laufe ich durch den frühen Morgen.

Als ich eine halbe Stunde später wieder am Bus ankomme, ist Achim fleißig beim Fotografieren und dann geht die Sonne auf.

Beim Frühstück knallt die Sonne in den Bus. So schade, dass es nur fünf Grad hat und wir die Tür nicht die ganze Zeit auflassen können.

Wir bleiben heute hier und haben ganz viel Zeit: zum Kuchen und Brot backen, Wäsche waschen, Zeitung lesen, Kreuzworträtseln und Wordlen.

Bei der Aussicht macht das alles richtig Spaß.

Gegen Mittag machen wir einen Spaziergang ins gegenüberliegende Dorf Gallocanta. Eigentlich wollten wir mit den Rädern die ganze Lagune umrunden. Erinnerungen werden wach: Als wir vorletztes Jahr diese Tour gemacht haben, war es die erste nach Achims Achillessehnen-OP. Ganz behutsam waren wir damals – und jetzt ist alles wieder gut. Was für ein Glück!

Inzwischen hat der Wind aber wieder zugelegt, so dass wir den gemütlichen Spaziergang vorziehen. Kurzzeitig kreuzen mal wieder die Kraniche am Himmel auf, tröten laut und fliegen von den Feldern zu ihren Schlafplätzen im seichten Wasser. Keine Ahnung, warum sie das tun. Wir einigen uns auf die logischste Erklärung: sie wollen einen Mittagsschlaf machen. Wenn jemand eine bessere Idee hat, darf sie oder er sie gern in die Kommentare schreiben.

Nachdem sich die Kraniche niedergelassen haben, ziehen wir los. Diesmal ist es der Gesang der Lerchen, der uns auf unserem Weg begleitet. „Feld- und Haubenlerchen“, weiß mein Liebster es genauer. Lange nicht mehr gehört.

An der Eremitage und einem blühenden Mandelbaum vorbei gelangen wir nach einer guten Stunde ins Dorf.

Neu sind die murals. Sie sind Teil der Enciclopèdia mural des Künstlers Swen Schmitz Coll, der in Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort Tiere und Pflanzen einer Gegend auf Hausmauern malt und mit Infotafeln ergänzt. So sollen Flora und Fauna der Bevölkerung näher gebracht werden.

Ansonsten wirkt der kleine Ort sehr aufgeräumt aber fast verlassen. Die Rollläden vor vielen Fenstern scheinen dauerhaft heruntergelassen zu sein.

Heute genießen wir noch die Einsamkeit, morgen werden wir uns ins Getümmel der Hauptstadt stürzen. Ein ordentliches Kontrastprogramm.

Zufallsfund: Olite

Ob die Schöpfer von Disneyland den kleinen Ort Olite vor Augen hatten, als sie ihre Phantasiewelt erschufen? Möglich ist es.

Der Palast der Könige von Navarra aus dem 15. Jahrhundert thront mit all seinen Türmen und Zinnen mitten in der kleinen, circa 40 Kilometer südlich von Pamplona gelegenen Stadt.

Es ist Sonntag und mit uns ist eine Menge Besucherinnen und Besucher im Palast. Außer uns nur Spanier. Alle klettern begeistert die Türme hoch und runter und bestaunen das außergewöhnliche Ambiente und die schöne Aussicht.

Nach dem ganzen Auf und Ab wird es Zeit, sich zu erholen. In den spanischen Cafés ist das immer ein pures Vergnügen. Nette Leute, anständige Preise: Drei Euro für zwei Milchkaffee, so lieben wir das. Was wir übrigens auch noch lieben ist der aktuelle Diesel-Preis in Spanien: 1,40 € pro Liter.

Dann geht’s wieder auf die Straße. 200 Kilometer haben wir noch vor uns. Wir passieren die Südauslãufer der Pyrenäen und erreichen schließlich die Laguna de Gallocanta.

Im Informationszentrum im südlichen Bereich gibt es einen Aussichtsturm, von dem aus man auf die Kraniche gucken kann, die ein paar hundert Meter entfernt stehen.

Die Laguna de Gallocanta ist, wie der Lac du Der-Chantecoq in Frankreich, an dem wir vor ein paar Tagen waren, einer der wichtigsten Rastplätze für den Kranichzug. Laut Fachfrau im Infozentrum sind aktuell 26 000 Vögel des Glücks hier. Wo man sie morgen früh am besten beobachten könnte, frage ich die Dame. Bei der Ermità de nuestra señora del Buen Acuerdo, empfiehlt sie uns. Den Spot kennen wir vom letzten Jahr. Da haben wir dort übernachtet.

Über Stock und Stein rumpeln wir ein Stück weit nach Norden, erreichen die Einsiedelei, biegen rechts ab und erreichen einen kleinen Parkplatz neben einer Vogelbeobachtungshütte. Schockierend: der See ist in diesem Bereich trocken gefallen. Wir sind jetzt zum dritten Mal hier und das haben wir noch nicht erlebt.

Wir ziehen uns nochmal warm an, um nach den Vögeln zu schauen. Ich halte es aber nicht lange aus, denn ein Sturm ist aufgekommen und es ist nun sehr ungemütlich draußen. Im Bus ist es erheblich gemütlicher, aber der Wind schaukelt den Camper ordentlich hin und her. Ich glaube, ich werde bald seekrank.

Stippvisite am Atlantik

Schnee und Regen in den Pyrenäen. Das klingt nicht gut. Deshalb entscheiden wir uns für den kleinen aber sicheren Umweg über Biarritz, was uns einen nicht geplanten Kurzbesuch am Atlantik beschert.

Die Vorfreude steigt, als während der Fahrt sogar die Sonne rauskommt. Kaffee trinken an der Uferpromenade? Ein Strandspaziergang? Mal sehen, ob das Wetter hält.

Als wir am Meer ankommen, werden wir mit einem kräftigen Hagelschauer begrüßt. Nicht der erste an diesem Tag. Wir packen uns wetterfest ein und schon hört es auf und bald kämpft sich sogar die Sonne durch. Die Wellen schlagen gegen den Strand, es tost und braust. Die Lippen schmecken nach wenigen Minuten salzig. Was für ein Spektakel!

Und dann sind wir am Ziel. Nicht nur am Tagesziel, am ZIEL. In Spanien.

Die Anreise ist nun vorbei und wir wollen in der nächsten Zeit einmal mehr Spanien erkunden, das heißt: Orte oder Gegenden aufsuchen, die wir schon kennen und sehr mögen und Orte und Gegenden erkunden, die neu für uns sind. Einiges haben wir schon ins Auge gefasst, wollen uns aber auch treiben lassen und auf Unvorhergesehenes einlassen.

Darauf erstmal dos cafè con leche, zwei Milchkaffee.

Am frühen Abend steuern wir einen Stellplatz zwischen San Sebastian an der Küste und Pamplona, südlich davon im Landesinneren, im Dorf Lekunberri, an. Achim lässt die Drohne steigen und dann wird es multikulti im Bus: LaBrassBanda liefert die musikalische Umrahmung zum gestern erworbenen französischen Wein und spanischer Tortilla.

Auch in Spanien gibt es Wüste

Medinaceli thront in tausend Metern Höhe auf einem Hügel gekrönt von einem Triumphbogen und einer Burg. Der alte Kern des Dorfes stammt aus dem Mittelalter, alles ist schön renoviert und dem Ensemble anegepasst. Zu unserem Glück bietet die Gemeinde einen großen Wohnmobilstellplatz mit schöner Aussicht an.

Nach unserem Familientreffen bei Cordoba sind wir gegen Mittag gestartet, mehr oder weniger in einem Schwupp 500 Kilometer nach Nordosten gefahren und hier gelandet. In der Früh machen wir einen Spaziergang durchs Dorf, dann geht es 170 Kilometer weiter in östliche Richtung.

Auf unserem Zettel stehen die Bardenas Reales, eine Halbwüste 80 Kilometer südlich von Pamplona in der Provinz Navarra. Hier hat die Natur etwas sehr Besonderes entstehen lassen. Auf einer Fläche von 400 Quadratkilometern reihen sich außergewöhnliche Bergformationen aneinander, die teils an den Grand Canyon, teils an Kappadokien denken lassen. Auf einer 40 Kilometer langen Staubpiste gondeln wir hier ein paar Stunden rum, entdecken Geier, gehen spazieren und machen eine Menge Fotos.

Auch hier gibt es einen schönen Stellplatz für uns. Vor uns Höhlenwohnungen, die vor langer Zeit aus dem weichen Sandstein herausgearbeitet wurden und noch bis in die 60er Jahre bewohnt waren. Natürlich klettern wir hinein. Sieht sehr wohnlich aus. Bis zu unserem Zuhause sind es noch 1700 Kilometer – oder 50 Meter.

Bei der Jungfrau der Berge

Als ich am Morgen wegen der angekündigten 30 Grad in kurze Hose und ärmelloses Hemd schlüpfe, freue ich mich, dass dies in Europa möglich ist. So eine legere Kleiderordnung habe ich in Marokko manchmal vermisst. Auch dass ich meinem Liebsten nun auf offener Straße ein Bussi geben oder mit ihm Hand in Hand laufen kann, finde ich prima. Und, ja, ich gebe es zu: ich mag es auch, unkompliziert Alkohol einzukaufen. Aber so ist das nun mal, wenn man eine Reise macht: manches an dem neuen Umfeld findet man viel besser als zu Hause, manches nicht. Außerdem ist es schön, wenn es zuhause was zum Freuen gibt.

Unser heutiges Etappenziel ist ein Campingplatz nördlich von Cordoba. Hier treffen wir uns mit Achims Schwester Ulrike und ihrem Lebensgefährten Rolf aus Berlin. Das hat schon fast Tradition. Letztes Jahr um diese Zeit haben wir uns im Ebrodelta getroffen.

Vorher planen wir noch einen Abstecher zu den Megalithgräbern bei Antequera, aber als wir dort ankommen, ist alles geschlossen. Seltsam. Es gibt keinen Hinweis auf Öffnungszeiten und wir fahren schulterzuckend weiter.

Der zweite Abstecher führt uns tausend Meter hoch zur Ermita Virgen della Sierra, der Jungfrau der Berge. Laut Internet liegt dieses kleine Kloster auf einem der besten Aussichtspunkte Andalusiens, aber leider ist es heute so diesig, dass es mit Aussicht nicht weit her ist. Ob sich der Umweg und die enge steile Auffahrt dann lohnen? Keine Ahnung, aber die bekommen wir nur, wenn wir es machen. Also los.

Die Auffahrt ist kein Problem, das Kloster ganz nett, die Aussicht eher bescheiden, aber der Picknickplatz, der frisch aufgebrühte Kaffee und die mit Schinken, Ei und Tomate belegten (noch aus Marokko stammenden) Croissants sind wunderbar.

Entspannt und hochzufrieden fahren wir noch hundert Kilometer bis Cordoba. Diese interessante Stadt haben wir letztes Jahr schon besichtigt. Diesmal fahren wir dran vorbei direkt zum Camping in Villafranca de Cordoba.

Dieser hat zu meiner Überraschung und Freude einen Pool und wir lagern erstmal ein, zwei Stündchen im Gras und erzählen von unseren jeweiligen Reisen.

Am Abend werfen wir zusammen, was die Bordküchen so hergeben. Wir haben noch leckeres Marokkanisches dabei. Merguez, Oliven und Datteln, die Nachbarn steuern Pasta und Pesto bei.

Gibraltar in Sicht

Nach 3040 Kilometern haben wir nun Gibraltar in Sicht, schreibt Achim in seinem neuesten Blogbeitrag. Marokko kann also nicht mehr weit sein, eine Nacht noch und dann nur eine Stunde mit der Fähre übers Mittelmeer. Das sind tolle Aussichten, oder? Die Fahrt von der Lagune de Gallocanta zu den Iberischen Luchsen und wie wir überhaupt auf den Spot gekommen sind hat […]

Gibraltar in Sicht

Auf der Pirsch

„Ihr müsst unbedingt in die Sierra Andujar“, riet uns Pedro, ein Naturfilmer, den wir bei den Kranichen getroffen haben. „Mit etwas Glück könnt Ihr dort Adler und Luchse sehen“. Wir waren jetzt von so vielen Glücksvögeln umgeben, vielleicht hilft das ja. Wölfe werden wir kaum sehen, aber die soll es dort auch geben.

Die Sierra Andujar gilt als eines der bedeutendsten Verbreitungsgebiete des  so genannten Pardelluchses. Es leben hier etwa 180 Tiere dieser extrem seltenen und nur auf der iberischen Halbinsel vorkommenden Raubkatzenart. Auch der spanische Kaiseradler ist hier heimisch. Als guten Beobachtungsspot empfiehlt Pedro die Staumauer am Fluss Jandular.

Unsere Route führt auf einer kleinen Straße mitten durch den Naturpark dorthin. Weil’s so schön ist, fahren wir die ersten zwölf Kilometer gleich mal doppelt. Ehrlich? Nicht wirklich. Vor lauter Begeisterung, wieder in die Berge zu kommen, hat keiner beim Verlassen der Autobahn daran gedacht, den Treibstoffstand zu überprüfen. Und nach zwölf Kilometern Bergsträßchen piepst unser Auto laut und vernehmlich… 80 Kilometer liegen (ohne Tankstelle) noch vor uns. Das ist uns zu heikel und wir fahren wieder runter ins Tal.

Beim zweiten Mal haben wir Muße, uns das kleine weiße Dorf El Centenillo genauer anzuschauen. Winzig klein, aber mit vier  Restaurants.

Einige Kilometer hinter dem Dorf gibt es wiederum einen überraschend großen Picknickplatz. Es scheint hier in der Saison einiges an Tourismus zu geben. Für uns ist es ein guter Platz für die Mittagspause.

Die Touristen, die hierher kommen, müssen Wanderer oder Mountainbiker sein. Jedenfalls keine Automobilisten, denn die Straße ist auf den ersten 20 Kilometern fürchterlich. Ein Schlagloch neben dem nächsten. Dann wird sie zu einer Staubpiste. Das geht ganz gut und ist schon mal eine gute Übung für Marokko.

Ab und an gibt es einen schönen Aussichtspunkt mit großartigem Panorama.

Ansonsten umgibt uns Wald mit Eichen, Olivenbäumen, Eukalyptus und Kiefern. Ich lese im Internet, dass dies die waldreichste Gegend Spaniens ist. Und dann die erste Sichtung! Kein Wolf, kein Luchs, kein Adler, aber vier stattliche Hirsche. Immerhin. Die haben wir lange nicht mehr gesehen.

Dann verdichten sich die Anzeichen. Die Autofahrer werden gebeten, langsam zu fahren (ha, ha, schneller als 20/30 kmh geht hier eh nicht), da hier Luchse die Straße queren können. Heute nicht. Leider.

An der Staumauer angekommen erspähen wir ein paar Leute, die durch ihre Ferngläser und Spektive spähen. Und ja, hoch oben am Himmel sehen wir erst einen, dann noch weiter weg, drei Adler.

Und weil es hier gar so schön ist, parken wir den Bus am Ufer des Flusses und richten uns für die Nacht ein.

PS: Beim Frühstück am nächsten Morgen sagt mein Liebster zu mir; „Mit den Luchsen ist es wie mit der besten Ehefrau – die kann man nicht suchen, die muss man finden.“ Hach 🥰.

Von den Kranichen zu den Windmühlen

Wir verlassen unseren schönen Stellplatz oberhalb der Laguna de Gallocanta, schreibt Achim im heutigen Blogbeitrag. Die meisten Kraniche sind weg, wir jetzt auch. Schon vor Sonnenaufgang war auf dem Parkplatz häufiges Türenklappern zu hören – Fotoapparate mit sehr großen Objektiven wurden auf Stative gesetzt. Ach ja, es ist ja Samstag! Auf großen und kleinen Straßen fahren wir nach Süden. Für […]

Von den Kranichen zu den Windmühlen