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Marokko in der Steiermark

Als wir heute Morgen aufwachen, klopft der Regen aufs Dach. Das erste Mal auf dieser Reise. Was hatten wir diesmal für ein Glück mit dem Wetter! Auch heute stört uns der Regen nicht, denn als erstes gehen wir ins Schwimmbad und in die Sauna. Entspannen und hübsch machen für heute Abend.

In Kalsdorf bei Graz gibt es ein gemütliches kleines Familienbad. Ja, so was ähnliches wie bei uns daheim. Noch etwas kleiner. Das Schwimmbecken teilen wir uns mit sechs Kleinen und ihrer liebevollen Schwimmlehrerin. Die Sauna hingegen ist voll. Stammgäste. Jeder kennt hier jeden und der Aufguss wird abwechslungsweise gemacht.

Am Nachmittag geht es weiter nach Kapfenstein, wo wir unterhalb des Schlosses einen Übernachtungsplatz im Wald vom letzten Mal kennen.

Und dann heißt es „Marokko mon amour„. Unterhalb des Schlosses in Kapfenstein gibt es den Weinkeller des Weingutes Winkler-Hermaden, das ab heute Schauplatz für eine spannende Ausstellung ist: Teppiche aus Marokko, Malerei und Kunsthandwerk.

Die Organisatoren Viktoria Zöhrer-Vogt und Prof. Wilfried Stanzer kennen wir seit vielen Jahren. Mit Wilfried waren wir zweimal zu wunderbaren Reisen in Marokko. Unser Haus beherbergt mehrere Teppiche aus seinem Projekt im Hohen Atlas. Vor mehr als 25 Jahren hat er erforscht, auf welche Weise dort früher die Wolle mit Naturmitteln, vor allem Pflanzen, gefärbt wurde. Schließlich hat er sich im Bergdorf Amassine niedergelassen und ist gemeinsam mit den Einheimischen in die Herstellung von Teppichen nach traditioneller Machart eingestiegen. Einen guten Teil der Kundschaft bilden die Reisenden, mit denen er mehrmals im Jahr durch Marokko zieht und die er auch ins Projektdorf bringt.

Außerdem organisieren er und seine Kollegin Viktoria zwei Ausstellungen im Jahr in der Steiermark. Grund genug für uns, wieder einmal hierherzufahren und die Freunde wiederzusehen.

Morgen treten wir dann die Heimreise an. Aber erst verbringen wir noch eine Nacht im Wald in vollkommener Stille. Morgen Früh dann noch auf einen Ratsch in die Ausstellung, dann fahren wir direkt nach Hause.

Nachtrag: Vor dem Frühstück lässt Achim noch die Drohne für ein paar herrliche Bilder steigen.

In der Steiermark

Der „Arbeitstitel“ unserer Herbsttour in den Süden war Steiermarken. Letzte Woche in den Marken sind wir nun in der Steiermark angekommen.

Von Venedig aus haben wir einen 400 Kilometer Sprung nach Nordosten gemacht und sind am Abend in Stainz, einem kleinen Ort im Land des Schilcher angekommen. Diese Weinspezialität der Weststeiermark mussten wir gleich noch verkosten.

Am Morgen haben wir von unserem Stellplatz aus einen schönen Blick auf die Burg.

Nach dem Frühstück holen wir die Räder vom Bus und machen uns auf die „Schilchertour“. Dem E-Bike sei dank ist es für mich kein Problem, die 900 Höhenmeter mit teils 16 Prozent Steigung durch die Weinberge zu radeln. Für Achim, der nach wie vor sein eigener Motor ist, ist die Strecke anspruchsvoll. Mit fünf bis 50 kmh strampeln wir hoch bzw. sausen hinab. Um uns herum Weinberge, Äcker, von denen die Kürbisse abgeerntet sind, Buschenschanke, Bauernhöfe, in denen Kürbiskernöl, Kastanien, Honig, Sturm und Schilcher verkauft werden.

Gut, dass man die Reserven auffüllen kann.

Am Abend widmen wir uns dem Genussschilchern (eine Wortkreation des hiesigen Tourismusverbands). Wir radeln zum nächstgelegenen Buschenschank. Bald stehen die Brettljause und der Schilcher auf dem Tisch.

Zum krönenden Abschluss gibt es „Spagat-Krapfen“. 🤔