Am Meer

Ich sitze am Strand und blogge. Das Meer rauscht, es hat immer noch 20 Grad und wir warten auf den Sonnenuntergang. Ab und zu kommt mal jemand mit seinem Hund vorbei, ansonsten ist hier kein Mensch. Am Strand. Hinter uns sieht es etwas anders aus.

Wir sind in der kleinen Siedlung La Fabriquilla beim Cabo de Gata, die um diese Jahreszeit unbewohnt ist. Hier gibt es wohl nur Ferienhäuser. Für uns ein Glück, weil die Ansammlung von Wohnmobilen so niemanden stört.

Heute Morgen sind wir 60 Kilometer nördlich von hier in der Halbwüste von Tabernas aufgewacht. 

Nach dem Frühstück suchen wir uns eine kleine Straße entlang der Wüste, die uns nach Süden ans Meer führt. Zwischendrin gibt es Aussichten, die zu Drohnenfotos und Selfies verleiten.

Es ist aber auch zu schön hier.

Ich lasse mir von meinem Liebsten noch schnell die Haare waschen (mit kaltem Wasser, denn die Heizung ist ja aus, aber irgendwas ist ja immer) und dann geht es weiter.

Bald kommen die ersten Treibhäuser in Sicht.

Zum Kap ist es jetzt nicht mehr weit und in der zweiten Reihe, aber trotzdem mit Meerblick, gibt es noch ein Plätzchen für uns.

Einen Kaffee später sitzen wir auf den Rädern und machen uns auf den Weg zum Leuchtturm. Es sind nur dreieinhalb Kilometer, aber es geht recht steil hoch. Für mich mit dem E-Bike ja kein Problem, Achim aber  muss kräftig in die Pedale treten.

Oben angekommen blicken wir runter auf die zerklüftete Küste und das Kap.

Wir sausen wieder hinunter, fahren am Dorf vorbei in die Saline und schauen noch eine Weile den Flamingos zu, die wir vorhin im Vorbeifahren aus dem Auto gesehen haben. Zwei Rotschenkel lassen es sich hier auch gut gehen. So nah hab ich diese Vögel, die ich von der Nordsee kenne, noch nie gesehen. Aber um ein gutes Foto zu machen, sind alle Vögel zu weit weg.

Nun aber los. Die Sonne wartet nicht auf uns. Schnell noch die Kartoffeln fürs Abendessen schälen, dann Gläser und Weißwein in die einen zwei Hände, die Stühle in die anderen und ab zum Strand.

2 Gedanken zu „Am Meer

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