
Noch scheint die Sonne, also rauf auf die Roller und rüber zur Weichsel. Hängematten, Bänke, Liegewiesen laden zum Entspannen, Strandbars zum Verweilen und Genießen ein. Da es mit 19 Grad eher frisch ist, sind im Moment mehr Rennradler, Mountainbiker und Joggerinnen, nicht zu vergessen die Gassigänger, als Kneipenbesucherinnen und Strandgäste unterwegs. Vom östlichen Ufer aus, wo wir gestern schon Praga entdeckt hatten, haben wir einen schönen Blick auf die Altstadtkulisse.


Wir haben noch das POLIN, das Museum für die Geschichte der polnischen Juden, auf unserer Liste. Nach einer zehnminütigen Rollerfahrt erreichen wir das von einem finnischen Architekten entworfene und 2014 eingeweihte moderne Glasgebäude.

Hier wird anschaulich über 1000 Jahre jüdischen Lebens in Polen informiert. Etwa ein Viertel der Ausstellung ist dem Holocaust gewidmet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten allein in Warschau über 300.000 Juden. Nach dem Überfall Deutschlands auf Polen zu Beginn des 2. Weltkriegs wehrten sich die Polen vier Wochen lang, chancenlos, wurden sie zeitgleich im Osten des Landes auch noch von der Sowjetunion angegriffen. Als Besatzer sperrten die Deutschen bald die komplette jüdische Bevölkerung in ein Ghetto ein. Ihre Deportationen in das Vernichtungslager Treblinka begann am 22. Juli 1942. 300 000 Juden aus dem Warschauer Ghetto wurden dort umgebracht.

Viereinhalb Stunden haben wir im Museum verbracht und danach eine Weile gebraucht, wieder zu uns zu kommen.
Polnisches Essen in einer typischen Bar Mleczny, einer Milchbar, tut uns jetzt gut. Pierogi natürlich.

Dann fahren wir ein letztes Mal mit dem Roller zum Hotel und gleich darauf mit dem Taxi zum Flughafen. Danke, liebster Sohn, für diese wunderbare Reise!

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