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Ich war noch nicht überall,aber es steht auf meiner Liste

Zweiter Stopp: Asilah

Blogger trifft Vlogger

Seit geraumer Zeit verfolgen wir auf YouTube die Videos von Eduard Toews, seiner Frau Jessi und ihrem Hund Pepper. Die letzten Monate sind die drei mit ihrem WoMo durch Marokko gereist und wir schauen uns jedes einzelne Video mit Freuden an.

Am Nachmittag, als ich auf dem Campingplatz in Asilah gerade unsere Wäsche aufhänge, geht eine junge Frau an mir vorbei. „Die kenne ich doch!“, denke ich. Aber ich komm nicht gleich drauf, wer es ist. Und dann fällt der Groschen. „Achim, ich glaube, Jessi Toews ist gerade an mir vorbei gegangen. Guck mal! Ist sie das?“ Achim guckt und bestätigt meine Vermutung. Ein kurzer Blick über den Platz zeigt: die Vlogger stehen zwei Autos neben uns.

„Hallo! Ich weiß nicht, ob Ihr das mögt, aber hier kommt Euer Fanclub“, strahle ich die beiden an. Ich glaube, sie mochten es. Jedenfalls haben wir uns gut über Marokko und übers Reisen im WoMo unterhalten. Außerdem konnte ich meine Komplimente für die guten Videos, die Schnitte und Regieeinfälle loswerden. Allen (Marokko)reisenden kann ich den Kanal von Eduard Toews nur empfehlen.

Nach einer guten (wenn auch bis nach Mitternacht dank der Fußballer neben uns lauten) Nacht auf dem Stellplatz in Tanger fahren wir zum Kap Spatel. Dies ist Afrikas nordwestlichster Punkt und hier stoßen Mittelmeer und Atlantik zusammen.

Dann drückt Achim mir den Busschlüssel in die Hand. Am ersten Tag in Marokko hatte ich mich noch nicht getraut, ihn zu fahren und auch an diesem Morgen habe ich gekniffen. Doch jetzt nehme ich mir ein Herz und steuere das WoMo die 50 Kilometer bis Asilah. Die Küstenstraße ist leicht zu fahren, häufig dürfen wir eh nicht schneller als 60 unterwegs sein. Alles kein Problem. Bin ich froh!

Wir finden ein hübsches Plätzchen auf einem kleinen, einfachen Campingplatz, können endlich mal draußen Mittagessen und Wäsche waschen.

Nach unserem Plausch mit Toews laufen wir in die Medina – und geraten in einen Fotografierrausch. Ein Motiv schöner als das andere. Wir können uns gar nicht satt sehen.

Manche Motive muss man sich erschummeln.

Die Altstadt ist von einer Stadtmauer umgeben, die ein Gewusel von Gassen umgibt. Viele Hauswände wurden in den letzten Jahren von KünstlerInnen bemalt, um den Ort, der wohl recht heruntergekommen war, zu verschönern.

Nach einer Kaffee- und Teepause (Ich glaube, ich muss ab jetzt jeden Tag den köstlichen Minztee trinken. Wobei, der Café Nous Nous, also halbe halbe Espresso und Milch, schmeckt ebenfalls hervorragend. ) laufen wir noch ein Stück weiter bis zum Soukh, dem Markt.

Auf unseren letzten Marokkoreisen waren wir in Hotels und konnten nicht selbst kochen. Diesmal können wir nach Herzenslust einkaufen und uns an dem bunten Angebot, der guten Qualität und den niedrigen Preisen erfreuen. Brot kostet rund 20 Cent, für eine große Schaufel voller Oliven haben wir 60 Cent gezahlt, ebenso viel für ein Pfund bereits sehr aromatischer Erdbeeren. Das Gemüse fürs Abendessen habe ich bunt mit Zucchini, Auberginen, Paprika und Karotten zusammengestellt, 1,50 Euro. Bestimmt habe ich es an anderer Stelle schon erwähnt wie gern ich (auch im Bus) koche. Ich bin mir jetzt schon sicher: in Marokko werde ich damit besonders viel Spaß haben.

Erster Stopp: Tanger

Die spanische Enklave Ceuta in Afrika

Wir haben es geschafft. Nach vier Tagen in Frankreich, sechs in Spanien, 3000 Kilometern und einer einstündigen Schifffahrt durch die Straße von Gibraltar rollen wir gegen Mittag auf den afrikanischen Kontinent. Das dürfen wir vorwärts tun, nachdem Achim bei der Einfahrt aufs Schiff den Bus RÜCKWÄRTS hochfahren musste. Er erledigte das ziemlich cool. Wäre ich allein unterwegs gewesen, … Keine Ahnung. Rückwärtsfahren gehört nicht zu meinen Stärken.

Jetzt sind wir zwar auf dem afrikanischen Kontinent, aber immer noch in Europa, nämlich in der spanischen Enklave Ceuta, die seit 1415 zunächst in portugiesischem und später in spanischem Besitz ist. Auch nach der Unabhängigkeit Marokkos 1956 blieb Ceuta spanisch. Seit 1993 gibt es einen Grenzzaun zu Marokko, um die Einwanderung in die EU zu verhindern.

Wir tanken noch günstig (1,33 € pro Liter) und folgen den Schildern zur Grenze. Dort geht alles recht flott. Die Polizei drückt uns den Stempel in den Pass, der Zoll lässt seinen Drogenhund einmal durch unseren Bus schnüffeln und inspiziert den Kofferraum. Waffen? Drohne? Alkohol? Nein, nein, ja. Wieviel? Weiß ich nicht genau. Vielleicht 10 Dosen Bier und zwei Flaschen Wein? Egal, passt schon. „Bienvenu au Maroc! Willkommen in Marokko!“

Die ganze Prozedur hat eine gute halbe Stunde gedauert und alle waren sehr freundlich zu uns. Nächste Aufgabe: Geld wechseln und Sim-Karten für die Telefone kaufen.

Auf unserem Weg nach Tanger kommen wir am Kap Malabata vorbei. Ein guter Spot zum Ankommen, den ersten Pfefferminztee und die schöne Aussicht genießen.

Als wir Tanger erreichen, ist es bereits halb sechs und wir steuern einen bewachten Parkplatz neben dem städtischen Fußballplatz an. Wir zahlen 2,50 € für die Übernachtung und teilen uns den großen Platz mit einigen anderen Autos und WoMos, beschallt vom Pfeifen des Schiedsrichters, Klatschen und Rufen der Fans und Spieler. Da geht das Hundegebell fast unter.

Im letzten Tageslicht machen wir uns zu einem Bummel durch die Medina, die Altstadt mit vielen Gassen und unzähligen Geschäften, auf.

Die Atmosphäre ist recht entspannt. Die Händler bedrängen ihre potentiellen Kunden kaum, viele Einheimische und gar nicht so viele Touristen sind hier unterwegs.

Zum Abendessen finden wir ein hübsches kleines Restaurant, in dem wir unsere schon sehnlich erwarteten Tajines bekommen. Meine ist so zubereitet, wie ich es besonders mag: Huhn mit Trockenfrüchten und Nüssen. Köstlich.

Achim freut sich über seine mit Hackbällchen und Ei auch, aber noch mehr Spaß als das Essen bereiten ihm die Jungs, die ihm auf dem Rückweg zum Bus ein freundliches „Bonjour, Einstein!“ zurufen. Es gibt hier viele Friseure. Vielleicht ergibt sich ja noch ein Besuch?

Gibraltar in Sicht

Nach 3040 Kilometern haben wir nun Gibraltar in Sicht, schreibt Achim in seinem neuesten Blogbeitrag. Marokko kann also nicht mehr weit sein, eine Nacht noch und dann nur eine Stunde mit der Fähre übers Mittelmeer. Das sind tolle Aussichten, oder? Die Fahrt von der Lagune de Gallocanta zu den Iberischen Luchsen und wie wir überhaupt auf den Spot gekommen sind hat […]

Gibraltar in Sicht

Auf der Pirsch

„Ihr müsst unbedingt in die Sierra Andujar“, riet uns Pedro, ein Naturfilmer, den wir bei den Kranichen getroffen haben. „Mit etwas Glück könnt Ihr dort Adler und Luchse sehen“. Wir waren jetzt von so vielen Glücksvögeln umgeben, vielleicht hilft das ja. Wölfe werden wir kaum sehen, aber die soll es dort auch geben.

Die Sierra Andujar gilt als eines der bedeutendsten Verbreitungsgebiete des  so genannten Pardelluchses. Es leben hier etwa 180 Tiere dieser extrem seltenen und nur auf der iberischen Halbinsel vorkommenden Raubkatzenart. Auch der spanische Kaiseradler ist hier heimisch. Als guten Beobachtungsspot empfiehlt Pedro die Staumauer am Fluss Jandular.

Unsere Route führt auf einer kleinen Straße mitten durch den Naturpark dorthin. Weil’s so schön ist, fahren wir die ersten zwölf Kilometer gleich mal doppelt. Ehrlich? Nicht wirklich. Vor lauter Begeisterung, wieder in die Berge zu kommen, hat keiner beim Verlassen der Autobahn daran gedacht, den Treibstoffstand zu überprüfen. Und nach zwölf Kilometern Bergsträßchen piepst unser Auto laut und vernehmlich… 80 Kilometer liegen (ohne Tankstelle) noch vor uns. Das ist uns zu heikel und wir fahren wieder runter ins Tal.

Beim zweiten Mal haben wir Muße, uns das kleine weiße Dorf El Centenillo genauer anzuschauen. Winzig klein, aber mit vier  Restaurants.

Einige Kilometer hinter dem Dorf gibt es wiederum einen überraschend großen Picknickplatz. Es scheint hier in der Saison einiges an Tourismus zu geben. Für uns ist es ein guter Platz für die Mittagspause.

Die Touristen, die hierher kommen, müssen Wanderer oder Mountainbiker sein. Jedenfalls keine Automobilisten, denn die Straße ist auf den ersten 20 Kilometern fürchterlich. Ein Schlagloch neben dem nächsten. Dann wird sie zu einer Staubpiste. Das geht ganz gut und ist schon mal eine gute Übung für Marokko.

Ab und an gibt es einen schönen Aussichtspunkt mit großartigem Panorama.

Ansonsten umgibt uns Wald mit Eichen, Olivenbäumen, Eukalyptus und Kiefern. Ich lese im Internet, dass dies die waldreichste Gegend Spaniens ist. Und dann die erste Sichtung! Kein Wolf, kein Luchs, kein Adler, aber vier stattliche Hirsche. Immerhin. Die haben wir lange nicht mehr gesehen.

Dann verdichten sich die Anzeichen. Die Autofahrer werden gebeten, langsam zu fahren (ha, ha, schneller als 20/30 kmh geht hier eh nicht), da hier Luchse die Straße queren können. Heute nicht. Leider.

An der Staumauer angekommen erspähen wir ein paar Leute, die durch ihre Ferngläser und Spektive spähen. Und ja, hoch oben am Himmel sehen wir erst einen, dann noch weiter weg, drei Adler.

Und weil es hier gar so schön ist, parken wir den Bus am Ufer des Flusses und richten uns für die Nacht ein.

PS: Beim Frühstück am nächsten Morgen sagt mein Liebster zu mir; „Mit den Luchsen ist es wie mit der besten Ehefrau – die kann man nicht suchen, die muss man finden.“ Hach 🥰.

Von den Kranichen zu den Windmühlen

Wir verlassen unseren schönen Stellplatz oberhalb der Laguna de Gallocanta, schreibt Achim im heutigen Blogbeitrag. Die meisten Kraniche sind weg, wir jetzt auch. Schon vor Sonnenaufgang war auf dem Parkplatz häufiges Türenklappern zu hören – Fotoapparate mit sehr großen Objektiven wurden auf Stative gesetzt. Ach ja, es ist ja Samstag! Auf großen und kleinen Straßen fahren wir nach Süden. Für […]

Von den Kranichen zu den Windmühlen

Umzingelt

Noch vor Sonnenaufgang schlüpfe ich in Leggings, Jeans, zwei Pullis, Winterjacke, Mütze und Handschuh, schnappe mir Kamera und Fernglas und verlasse leise den Bus. Ich habe den Eindruck, alles schläft noch, außer mir, ein paar Flamingos und den Kranichen. Die trompeten schon eifrig in den kalten Februarmorgen hinein, fliegen kurz mal auf, schütteln ihr Gefieder, lassen sich dann aber wieder nieder. Auch als bald darauf die Sonne aufgeht, werden sie nicht lebhafter. Vielleicht ist ihnen noch zu kalt.

Ich verziehe mich in die Wärme des Busses, setze Kaffeewasser auf, mache Frühstück. Heute können wir uns Zeit lassen, weil wir hier an der Laguna de Gallocanta einen Ruhe- und Genusstag einlegen. Wir haben jetzt 2000 Kilometer zurückgelegt, 900 sind es noch bis zum Fährhafen in Algeciras. Zeit genug also, da wir erst in fünf Tagen nach Marokko übersetzen wollen.

Im Bus ist es gerade so richtig gemütlich, wir klönen virtuell mit fernen Freunden, der Kaffee und das spanische Nussbrot mit Eichsfelder Mettwurst aus Achims Heimat sind lecker, das tägliche Wordle ist gelöst, als das Vogeltrompeten draußen immer lauter und lauter wird. Wir öffnen unsere Tür, blicken zum Himmel und erleben ein Kranichspektakel vom Allerfeinsten. Aus allen Richtungen fliegen sie herbei, bilden Formationen, trennen sich wieder, kommen zu neuen Gruppen zusammen. Und das begleitet von dem für sie typischen lauten Tröten. Tausende von Vögeln fliegen um uns herum, wir kommen mit dem Schauen fast nicht nach. Umzingelt von Kranichen, endlich mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Nach fast einer Stunde machen wir uns,  immer noch von den Trompetenrufen begleitet, auf zu einer kleinen Wanderung. Auf der gegenüber liegenden Seite der Lagune steht eine Klause auf einem Hügel, die wir besuchen wollen. Auf einem Feld rechts von uns erspähen wir eine große Gruppe Geier, die sich über ein Stück Aas hermachen. Ansonsten dominieren die Kraniche die Luft.

Wie erwartet ist an der Klause kein Mensch, die Sonne scheint und flugs pelle ich mich aus meiner zweiten Kleidungsschicht. Eine Runde Turnen mit Frau Fastner, das ist es, worauf ich nach der ganzen Fahrerei der letzten Tage jetzt Lust habe. Gabi Fastner und ich turnen, YouTube sei Dank, seit rund einem Jahr fast täglich zusammen. Normalerweise in unserem Wohnzimmer, heute mit fantastischem Blick auf die Laguna de Gallocanta.

Achim sondiert derweil die Gegend und entdeckt ein Stück den Sandweg runter  eine weitere Hütte für die Vogelbeobachtung. Mit Parkmöglichkeit. Also parken wir am Nachmittag um und stehen nun leicht erhöht mit noch besserem Blick auf die Lagune.

Die Sonne scheint, aber es hat nur 5 Grad. Mir ist es zu kalt, um die ganze Zeit draußen zu stehen. Achim ist hart im Nehmen, bleibt draußen und kann sich immer nicht entscheiden, ob große Kamera, kleine Kamera, Spektiv oder Fernglas das Instrument der Wahl ist. Ich throne im Bus, genieße von hier aus die tolle Aussicht und kann im Warmen der Sonne beim Untergehen zuschauen.

Hier kommt Ihr zu Achims Blogbeitrag, in dem er den heutigen Tag beschreibt.

Von einem Kranich-Spot zum Nächsten

Wir haben Spanien erreicht. Achim schildert in diesem Blogbeitrag unsere Fahrt von Bordeaux zur Laguna de Gallocanta.

Auf unserer Fahrt kommen wir an vielen Gewässern vorbei. An einem See eine schöne Pause machen, eine Stadt besuchen, durch die ein Fluss fließt oder an einer Lagune auf Kraniche hoffen. Mein (Schul-)Französisch ist leider miserabel. Aber ich mag die Sprache ! Au bord d´eaux kann man wohl sagen für Am Rande von Gewässern. Gestern […]

Von einem Kranich-spot zum Nächsten

Stippvisite in Bordeaux

„Ihr müsst Euch unbedingt die Cité du Vin ansehen“, rät unser Schwager per WhatsApp, als wir gerade vorm Opernhaus in Bordeaux stehen. Endlich bin ich mal hier. Irgendwie habe ich es trotz etlicher Frankreichaufenthalte noch nie geschafft, Bordeaux zu besuchen. Heute ist es soweit, auch wenn es nur eine Stippvisite wird. Schließlich sind wir nur auf der Durchreise. Am Ende unseres Besuches, so viel sei schon verraten, wird klar sein: Bordeaux kommt auf die Liste (der noch einmal ausführlicher zu besuchenden Orte).

Die Cité du Vin also. Mal googeln. „Seit Juni 2016 kann sich Bordeaux mit einem zeitgenössischen Monument schmücken, welches sich einzig dem Thema Wein widmet: der Cité du Vin. Auf dem Ranking von National Geographic steht es auf Platz 7 der weltweit besten Museen.“ Und Wikipedia schreibt: „Die Cité du Vin ist ein französisches Tourismusprojekt,  das ein Weinbaumuseum und einen Freizeitpark zum Thema Wein verknüpft und in einem spielerischen Ansatz die olfaktorische und gustatorische Wahrnehmung ansprechen soll.“ DAS spricht uns nicht an und wir entscheiden uns gegen einen Besuch.

Was wir erst am Nachmittag lesen, nachdem wir die Stadt schon verlassen haben: „Die Architektur von Anouk Legendre und Nicolas Desmazières (XTU), die an die Bewegung des Weines in einem Glas erinnert, ist gewagt, der Standort in dem im Wandel begriffenen Stadtteil Bassins à Flot bedeutungsvoll. Wie Bilbao mit seinem Guggenheim und Sydney mit seiner Oper besitzt auch Bordeaux ein modernes, auf sein Vorzeigeprodukt Wein verweisendes Wahrzeichen.“ Mist. Wir hätten es uns zumindest von außen ansehen sollen. Nächstes Mal! Immerhin erhaschen wir auf der Fahrt zu Darwin einen kurzen Blick aufs Ensemble.

Darwin ist ein anderes spannendes Projekt in Bordeaux, auf das wir zufällig im Internet gestoßen sind: ein alternatives und innovatives urbanes Ökosystem in einer ehemaligen Kaserne, die nachhaltig restauriert wurde.

Es zieht viele verschiedene Projekte und BesucherInnen an: Von Skateboard Fahrern und Streetart-Enthusiasten bis hin zu Unternehmern der grünen Wirtschaft, Elektro-Musik-Fans, Verfechtern der biologischen Vielfalt und Sonntagsbrunchern ist für jeden etwas dabei. Darwin ist ein Ort, der lebendig ist: Die Menschen arbeiten hier, aber sie kommen auch hierher, um zu Mittag zu essen, etwas zu trinken, zu bummeln, Bücher zu lesen, Straßenkunst zu entdecken, Kinder können freispielen und sogar Tiere werden hier gehalten.

Ansonsten lässt es sich in Bordeaux vortrefflich durch die Gassen und großen Boulevards bummeln. Es gibt viele schöne Einkaufsstraßen, Cafés, Restaurants, Prachtbauten, alte Bürgerhäuser, Museen, Theater.

Entspannt lässt es sich am Ufer der Garonne entlang schlendern.

Wir kosten die feinen Canelés, guglhupfförmige kleine Küchlein, innen weich, außen knusprig mit einem Spritzer Rum und einem Hauch Vanille gewürzt.

Berühmt ist auch die Place de la Bourse, von der man mithilfe des miroir d’eau (Wasserspiegel) wunderbare Aufnahmen machen kann. Aber ach, im Winter gibt es hier kein Wasser auf dem dafür vorgesehenen Terrain. Die tollen Fotos können wir nicht machen, aber ein Behelf fällt uns dann doch noch ein.

Es geht schon auf halb fünf, als wir Bordeaux verlassen und uns auf den Weg nach Morcenx machen. Dort gibt es das Naturschutzgebiet von Arjuzanx, in dem sich aktuell ein paar tausend, na was wohl, Kraniche natürlich, aufhalten. Da müssen wir doch mal vorbei schauen.

Und diesmal haben wir Glück: schon als wir den Bus neben dem Beobachtungsturm parken, hören wir das markante Grugru der Kraniche.

In großen Formationen ziehen sie über uns hinweg, um etwa 800 Meter von uns entfernt auf ihrem Schlafplatz zu landen. Mit bloßem Auge sind sie vom Beobachtungsturm aus nicht zu erkennen, mit dem Fernglas kann man sie sehen, wenn man weiß, dass sie dort sind. Unsere Kameras können sie natürlich auch nicht erfassen.

Das macht nichts. Das Grugru und die Vogelformationen bieten gerade alles, was das Herz begehrt.

Vom Kanal zur Kunst

Die Sonne erscheint gerade hinter den Häusern von Montbouy auf der anderen Seite des Kanals, an dem wir die Nacht verbracht haben. Eva ist schon unterwegs, die Dorfbäckerei ist nur 150 m entfernt. Es erschien mir ja nicht möglich, aber auch diese Boulangerie ist geschlossen. An der Ladentür aber hängt ein beruhigender Zettel : frisches […]

Vom Kanal zur Kunst

Zwei Seen und ein Kanal

Auch Achim bloggt mal wieder :-). Hier seine Schilderung vom zweiten Tag unserer Anreise.

Die gestrige Nachtfahrt über teils kleine Straßen (die ich nochmal bei Tageslicht fahren möchte) führte uns zu dem schönen Stellplatz am See des Örtchens Walscheid am nördlichen Rand der Vogesen. Wie wir uns freuten den letzten freien Stellplatz zu bekommen – der auch noch quasi direkt am Wasser liegt! Für den Blick am Morgen bin […]

Zwei Seen und ein Kanal