Nicht nur bei Olympia auch bei uns in Pokhara regnete es gestern viele Medaillen. In der „Budds Academy“, der Schule, die unsere Kleinen besuchen, war gestern „Medal distribution day“. Wer sich erinnert: neulich hatten wir großes Sportfest mit Fußballturnier und diversen Laufwettbewerben. Gestern nun wurden die Sieger geehrt und unsere Kinder haben richtig gut gewonnen.


Honoratioren waren da, die Eltern haben sich mit ihren Kindern gefreut. Mich hatten die Kinder schon vor Tagen gefragt, ob ich komme.
Es gab neben den obligatorischen Begrüßungen und Reden der Ehrengäste wieder ein sehr nettes Tanzprogramm. Goma, im Bild rechts, war als Mitglied des Elternbeirates natürlich auch da.



Gestern musste ich dann auch mal kurz an meinen früheren Chef denken, der an Schulabschlusstagen von einer Schulfeier zur nächsten eilte. So erging es mir gestern auch. Während in der Budds Academy das Programm noch auf Hochtouren lief, musste ich schon los, weil ich Asmitha versprochen hatte, zu ihrer Abschlussfeier am Gymnasium zu kommen.
Fast hätte ich sie nicht wiedererkannt.

Doch nicht nur sie, alle Mädchen hatten sich in Schale geschmissen, die meisten trugen einen Sari, einige sahen auch in ihren Jeans sehr schick aus. Den Jungen sah man übrigens die Besonderheit des Tages in keiner Weise an.

Eltern werden hier nicht eingeladen. Ich war somit die einzige externe, wurde, als ich vorsichtig um die Ecke spitzte aber sogleich von einem älteren Schüler in Empfang genommen und zu den Sitzreihen der Lehrer geleitet. Von hier aus konnte ich ganz entspannt dem Programm, das die neunte für die zehnte Klasse zusammengestellt hatte, folgen. Diesmal gab es nicht nur traditionelle Tänze, eine Schülerin tanzte eine Art Hip-Hop. Zwei Schüler sangen je ein Lied a capella, die nach Volksmusik klangen, ein Mitschüler rappte zur großen Freude des Publikums. Zum krönenden Abschluss spielte die Schulband. Die durch einen Kabelbrand im Lautsprecher entstandene Pause wurde mit Tee und Zimtschnecken überbrückt. Die Jungs hatten es drauf. Auch hier ist Stairway to heaven angekommen.



















Gegen fünf erreichten wir unser Tagesziel, den kleinen Weiler Bhanyiang auf 2200 Meter Höhe, in dem es sechs Gästehäuser gibt und sonst nichts. Wir quartierten uns auf Anraten der Deutschen, die wir mittags getroffen hatten, im „Happy heart“ ein, das von zwei sehr freundlichen Schwestern betrieben wird. Zum Abendessen gab es Dal Bhat für alle. Und danach in großer Runde den lokalen Schnaps Raksi, der aus Hirse gewonnen wird und warm aus Teebechern (voll!) getrunken wird. Ein erster Selbsttest ergab: das Zeug ist lecker und kann nicht viel Alkohol haben, denn auch die zweite Runde wärmte den Bauch, hatte aber sonst keinerlei Folgen.






























