Archiv des Autors: doeziblog

Avatar von Unbekannt

Über doeziblog

Ich war noch nicht überall,aber es steht auf meiner Liste

Hausarbeit

Gestern habe ich ja schon unsere Küche mit der offenen Feuerstelle beschrieben. Das Foto dazu ist mir jetzt sogar gelungen.


Es gibt noch eine weitere Küche nebenan, in der Noma, die Hausmutter, Regie führt. Mit ihr habe ich auch schon die Klassenzimmer, Flure und Schlafräume geputzt. Und das geht so: mit einem Reisigbesen wird gekehrt, anschließend der Linoleumboden feucht gewischt. Da es keinen Staubsauger gibt, werden die Teppichböden in den Kinderzimmern feste mit einem Schrubber bearbeitet und anschließend gründlich ausgefegt.


Hier fällt natürlich viel Geschirr an und um Noma, die übrigens den
allerbesten Tee kocht (sie würzt ihn mit einer ordentlichen Portion
Pfeffer!) zu entlasten, habe ich mir selbst die Aufgabe gestellt, ein Mal
am Tag einen der Berge Teller und Becher zu spülen. (Besteck fällt nicht so
viel an, weil meistens mit den Fingern gegessen wird.)


Spülen ist hier in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung: Da das
Geschirr auf dem Boden steht und die Wasserhähne in etwa 30 Zentimeter Höheangebracht sind, spielt sich das ganze in der Hocke ab. Nicht nur ich sondern auch mein junger Kollege Benjamin haben damit ein Problem. Deshalb nehmen wir immer einen Hocker zu Hilfe.
Nächste Challenge : Spüle im Sitzen unter einem laufenden Wasserhahn ab, ohne nasse Füße zu bekommen! Muss ich noch extra erwähnen, dass das Wasser kalt ist?

Wenn morgen nicht etwas ganz Außergewöhnliches ist passiert es über das ich berichten muss, werde ich Euch erzählen und zeigen, wie ich selbst hier wohne.

You never walk alone

Am beeindruckendsten waren die vielen Abschiede in den letzten Tagen. So viele gute Wünsche meiner Freundinnen und Freunde begleiten mich – da kann gar nichts mehr schief gehen. Zu dem Herz, von dem ich im vorigen Beitrag bereits schrieb, haben sich ein Tagebuch, ein Medallion (mit dem Foto meines Liebsten und dem Spruch „You never walk alone“), ein pausbackiges Schutzengerl und eine geheimnisvolle Rolle („Die darfst du erst im Flieger öffnen!“) hinzugesellt. Dass ich so verabschiedet werde, macht das Reisen leicht und die Vorfreude aufs Heimkommen groß.

Die Koffer sind gepackt. Morgen Nachmittag geht’s los. Wenn ich mich das nächste Mal hier melde, schreibe ich schon aus Pokhara.

wp-15148779771011439665264.jpg

Ein Sammelsurium

Was für ein Sammelsurium an Dingen, die ich mit nach Nepal nehmen möchte, liegt auf dem Gästebett bereit!

Zum Beispiel der Aqua Steripen. Er wiegt 84 Gramm (ohne Batterien – die muss ich erst noch besorgen) und soll dafür sorgen, dass ich ab nächste Woche das nepalesische Leitungswasser gut vertrage. In 48 Sekunden, so versprechen die Hersteller, ist ein halber Liter Wasser dank UV-Strahlung entkeimt und trinkbar. Einfach Wasser ins Glas, Gerät aktivieren, eintauchen und einige Sekunden aufs grüne Lämpchen warten. Der reinste Zauberstab also, und ich gehe mal davon aus, dass es auch wirklich funktioniert. Prima auch, dass ich keine Berge von Plastikflaschen kaufen muss. Bei einem geplanten Aufenthalt von zwei Monaten käme da doch einiges zusammen.

20171228_1302581864847803.jpg

Das nächste Ding mit Zauberkraft in meinem Gepäck ist der Ultrasonic Pest Repeller. Da ich ohne meinen Liebsten, der sonst für das Entfernen von Spinnen aus dem Schlafzimer zuständig ist, reise, muss dieses kleine Gerät dafür sorgen, dass Spinnen, Kakerlaken, Mäuse und anderes Getier sich von meinem Zimmer in Pokhara fernhalten. Einfach rein in die Steckdose, anmachen und die Tierchen dank fieser ultrahochfrequenter Töne verscheuchen. Ha!

20171228_125947383838686.jpg

Ganz wichtig ist dieses kleine Gerät: TP Link 3 G Mobile WiFi. Wenn ich in Kathmandu am 4. Januar zwischenlande, werde ich es mit einer Simcard bestücken und dann habe ich Internet genug, um meinen Blog zu schreiben, mit meinen Lieben daheim zu skypen, zu whatsappen, zu facebooken.

20171228_1340191914437997.jpg

Den Ball pod bekam ich von Sohn und Schwiegertochter zu Weihnachten geschenkt. Er dient meinem Smartphone, meiner Kamera und meiner Filmkamera als Stativ. Ja, die reisen auch alle mit. Außerdem noch das E-Book, ein paar „richtige“ Bücher, Sprachführer natürlich und ein bisschen Schokolade und Gummibärchen für die 42 Kinder im Rainbow Childrens Home, in dem ich im Januar und Febraur mithelfen werde.

20171228_1325141555375862.jpg

20171228_1330301991026118.jpg

 

20171228_1328081911953702.jpg

Ich befürchte, dass ich meine Kleidung mehr oder weniger zu Hause lassen und mich vor Ort mit einheimischen Hosen und Tuniken ausstatten muss.

Was auch unbedingt noch mit muss: das Herz, das vor einigen Tagen per Post bei mir eintrudelte. „Grün für die Hoffnung, dass es für Dich wunderbare Erfahrugen sein werden und das Herz – für die liebevollen Gedanken Deiner Freunde.“ Danke!!!

20171228_1350452071321366.jpg