Vier Tage waren wir am Bodden, den Lagunen der Ostsee, haben die Gegend durchstreift, immer auf der Suche nach dem besten Blick auf die Kraniche.
Auf unserer letzten Radtour genossen wir Wind und Wasser und wunderschöne Ausblicke.
Nun sind wir weitergezogen nach Zingst an die Ostsee. Und haben als allererstes das gemacht, was man immer am Meer macht: einen Strandspaziergang. Es ist windstill, nicht kalt, nicht zu voll.
Es ist so schön, wieder am Meer zu sein, sein Rauschen zu hören, das Wasser bis zum Horizont zu verfolgen.
Der kleine Ort Zingst mit vielen kleinen Geschäfte, Cafés und Lokalen, Straßenmusiker und einer Fotoausstellung,die über den ganzen Ort verteilt ist, lädt uns zum Bummeln ein. Wir nehmen die Einladung dankend an.
Ich war so sehr auf die Kraniche fixiert, dass ich erst am zweiten Tag auf dem Naturcamping Duvendiek realsiert habe, wie nah Stralsund ist. Die alte Hansestadt ist im erlauchten Kreis des Weltkulturerbes vertreten, gerade mal 12 Kilometer entfernt. St Nikolai, die größte Kirche der Stadt mit ihren unterschiedlichen Türmen, wird seit 1971 renoviert. Die […]
Ihretwegen sind wir hierher, an den Bodden südlich von Fischland-Darß, gefahren. Ihretwegen werde ich heute sehr früh wach, denn ich höre sie schon. Ihr Ruf, dieses typische, trompetende Krru, Krru, lockt mich aus dem Bett. Über uns zieht eine kleine Formation Kraniche hinweg. Die nächste folgt alsbald, aber wir brauchen erstmal einen Kaffee. Im Frühling sind 15 Grad fein, an einem Herbstmorgen nahe der Ostsee sehr frisch.
Wir lassen uns Zeit, denn wir haben uns für vier Nächte auf dem „Naturcamp zu den zwei Birken“ im kleinen Dorf Duvendiek einquartiert. Von hier sind es nur acht Kilometer zum Kranorama, einer Kranichbeobachtungsstation am Günzer See.
Von der Station aus blickt man, ohne die Vögel zu stören, auf die Seewiesen und kann ganz in Ruhe und aus nicht zu großer Entfernung die „Juwelen der Küste“ betrachten.
Achim sind, wie ich finde, ein paar sehr schöne Aufnahmen gelungen.
Doch nicht nur Kraniche tummeln sich hier, jede Menge Gänse stärken sich ebenfalls für die weite Reise nach Süden. Seeadler und Habicht stören sie dabei allerdings ab und zu und schrecken die ganze Schar auf.
Auch wir ziehen weiter. Ein paar Kilometer nördlich gibt es in Groß Mohrdorf ein Kranichinformationszentrum, in dem wir uns noch einen Film über die Vögel, die vor rund 40 Jahren noch vom Aussterben bedroht waren, anschauen.
Weiter geht es am Bodden entlang zu Elises Café, die alle ihre Kuchen selbst backt.
Mich interessiert auch noch, woher die Bezeichnung „Vögel des Glücks“ kommt. Die Website des BUND Niedersachsen klärt mich auf: „Kraniche gelten als Vorzeichen des Frühlings, einer Jahreszeit, in der Wärme, Licht und Nahrungsfülle wieder Einkehr halten.“
In diesem Beitrag schildert Achim, was er – manchmal – auf Reisen so macht 😀.
Nach einigen Tagen, die wir bei meiner Mutter in Göttingen verbracht haben, steht der Harz auf dem Programm. Der ist ja nicht weit weg, sodass wir noch gemütlich zusammen frühstücken. Eine Stunde vor dem reservierten Termin sind wir dann an der Rappbodetalsperre. Es ist relativ wenig los, da darf ich mich gleich anstellen zu meinem […]
Um sieben klingelt der Wecker, denn wir haben viel vor heute: über 90 Kilometer Radeln plus diverse Besichtigungen. Dass wir heute so weit fahren, liegt daran, dass es hier nicht so viele Campingplätze gibt. Einen in 25 km Entfernung (bisschen arg wenig) und einen eben in 90.
Wir parken unseren Bus für eine Woche auf dem Wohnmobilstellplatz in Mühlhausen und ziehen jetzt mit Rädern und Zelt los: auf dem Unstrut-Radweg bis Naumburg, dann ein bisschen an Saale, Ilm und Gera, um Jena, Weimar, Erfurt und Gotha anzuschauen.
Gerade haben wir Mühlhausen verlassen, als uns auf einer Weide eine Herde Kühe auffällt, deren Hörner nicht geschnitten wurden. So schöne Tiere! Doch was läuft mitten durch die Herde? Ein Fuchs! Er schaut mich für einen Moment an, ich schaue ihn an, freue mich, ein solches Prachtexemplar aus der Nähe bewundern zu können, dann reicht es ihm und er läuft fort. Achim gelingt noch ein Schnappschuss.
Die Unstrut ist hier noch sehr schmal. Der Weg führt mal auf dem rechten, mal auf dem linken Ufer, durch Zuckerrüben- und Maisfelder und kleine Dörfer.
Nach 25 Kilometern erreichen wir das hübsche Bad Langensalza mit einer lebendigen Altstadt voller prächtiger Fachwerkbauten und einem Rathaus mit Glockenspiel. Bekannt ist die Stadt auch für ihr Soleheilbad und spezielle Gärten, u.a.ein japanischer Garten, ein Rosengarten und ein botanischer Garten.
Doch wir radeln gemütlich weiter und halten nach wenigen Kilometern an einem außergewöhnlichen Haus am Ortsrand von Nägelstedt. Neugierig studieren wir die Informationstafel: Der Schieferhof wurde 1565 vom Ritter Hans von Germar als Zufluchtstätte für sich und seine Frau Katharine von Knoblauch gebaut. Die halbrunde Verteidigungsmauer mit Schießscharten, die das Haus umgibt, zeugt von einem wenig friedlichen Leben. Hans hatte es sich mit dem Deutschen Ritterorden verscherzt, da er Ehelosigkeit gelobt hatte, aber sich dann doch für Katherine entschied.
Recht früh machen wir heute Mittagspause, weil wir schon um kurz vor 12 den Imbiss am Eingang zum Naturschutzgebiet Unstruttal erreichen. Gemeinsam mit einer Schulklasse auf Wandertag verzehren wir die obligatorische Thüringer Rostbratwurst.
Das Naturschutzgebiet ist klein aber fein. Hier im Thüringer Becken mit seinem trocken-warmen Klima konnten sich die Hauptvorkommen der Steppenrasen Deutschlands entwickeln.
Spannend auch die Schlossruine Herbsleben. Seit dem Jahr 2000 beschäftigen sich Archäologen mit der Ruine des in den 50er Jahren abgerissenen Schlosses und stießen dabei auf eine spätromanische Burganlage aus dem 13. Jahrhundert. Wir umrunden das Gelände, dann zieht es uns ins Café nach Sömmerda zu Kaffee, Kuchen und Eis. Beim Edeka gegenüber finden wir noch einen hiesigen Wein, Saale- Unstrut ist ein durchaus renommiertes Weinanbaugebiet.
Gegen 18 Uhr erreichen wir den „Bedarfscampingplatz“ in Heldrungen. Ein See, ein Bistro und ein kleiner Zeltplatz, auf dem wir die einzigen Gäste sind. Es ist noch angenehm warm, vor dem Zeltaufbau gibt es beim Wirt noch ein Bierchen, dann machen wir Meidingers Hühnerfrikassee mit ein paar Kartoffeln warm. Um 8 ist es schon dunkel, jetzt, um 9 stockdunkel. Zeit, das Tablet auszumachen und mit dem Liebsten Sterne anzuschauen.
Drei Tage für die Heimfahrt. Jeden gute 200 Kilometer, ein bisschen links und rechts der Strecke die Landschaften entdecken. Tag 1 der Fahrt gen Süden. „Was ? Du warst noch nie am Drachenfels ?“ Eva schüttelt ungläubig den Kopf. „Das holen wir heute nach“. Erstmal raus aus dem Revier-Großraum und hinein in die Täler und […]
Das Ruhrgebiet, liebevoll auch Kohlenpott oder einfach Pott genannt, ist für manches Klischee gut. Die Sprache etwa ruft gern mal Spötter auf den Plan. Schantal, tuste mal dat Mäh ei machen gibt es mittlerweile sogar auf Ansichtskarten. Das Gerücht, dass sich hier jeder von Currywurst mit Pommes Schranke ernährt, hält sich ebenso hartnäckig. Und der Dreck, alles grau in grau, ne. Nee. Vorbei die Zeiten.
Wir sind in Duisburg und haben die Großstadtoasen entdeckt. Wahrscheinlich nur einen Bruchteil von denen, die es gibt. Aber die waren umso schöner.
Unser Campingplatz im Süden der Stadt liegt in der Nähe der Sechs-Seen-Platte, einem Naherholungsgebiet voller Wald und Wasser.
Turtle and Tiger heißt die begehbare Achterbahn-Skulptur auf einer ehemaligen Halde im Duisburger Süden, die 2011 errichtet wurde. Wer die Stufen bis zum Looping erklimmt, wird mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Das Besteigen der Skulptur ist zurzeit aber leider nicht möglich, weil der Coronabedingte Abstand von mindestens 1,50m nicht eingehalten werden kann. Aber auch vom Hügel aus genießen wir die Blicke auf das Kunstwerk von Heike Mutter und Ulrich Genth, das geschäftige Treiben der Hüttenwerke, auf riesige Lagerflächen, aber auch auf dichte naturbelassene Waldgebiete.
Ein Ziel im Norden der Stadt steuern wir mit den Rädern an. Hin und zurück 40 Kilometer, fast alles Radweg. Großartig! Immer wieder passieren wir irgendwelche Brachen, den Innenhafen, der ziemlich aufgehübscht wurde und mit Cafés und Restaurants lockt. Oder auch ein leerstehendes Haus, das von TänzerInnen genutzt wird.
Der Landschaftspark Duisburg-Nord stellt eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit für Duisburg, das Ruhrgebiet und Deutschland dar, weiß die Werbung. Ein komplettes Hüttenwerk – einst Ort harter körperlicher Arbeit – hat sich in einen Erlebnisraum verwandelt, der pro Jahr rund eine Million Besucher anlockt. Früher wurde hier, wie vielerorts im Ruhrgebiet, Kohle abgebaut und Eisen hergestellt. Die alten Industrieanlagen wurden nach ihrer Schließung vom Land Nordrhein-Westfalen gekauft und von 1990 bis 1999 wurden die Hallen, Gebäude und das Außengelände nach den Plänen der Architekten so umgestaltet, dass der Park laut Wikipedia in Fachkreisen heute zu den wichtigsten Projekten der Landschaftsarchitektur der Jahrtausendwende zählt.
Der frühere Hochofen ist normalerweise frei zugänglich. Im Moment ist er nur im Rahmen einer Führung zugänglich. Das Angebot nehmen wir gern an, klettern in luftige Höhen und erfahren eine Menge über das frühere und heutige industrielle Treiben hier.
Und erwerben im Shop Geschenkpapier voller Currywurst mit Pommes Schranke. Kennt nicht jeder? Pommes rot-weiß, mit Ketchup und Mayo.
Wir sind in Kempen am Niederrhein. Hier bin ich geboren und aufgewachsen. Achim fühlt sich hier wohl und schreibt…
Sechsunddreißig Jahre ist es nun her, dass Kempen am Niederrhein (fast) meine zweite Heimat geworden ist. Klar, die Liebe. Wir waren hier so oft zu Besuch – ich kenn mich hier aus wie in meiner Westentasche 🙄 Nach sechs Jahren sind wir wieder mal zu Besuch. Hat sich viel verändert? Nein. Wir gehen durch die […]
Das Hohe Venn steht schon lange auf unserer Liste. Heute fahren wir hin, denn es ist nur noch 60 Kilometer von uns entfernt. Es ist eine 600 km² große, schildförmig gewölbte Hochfläche zwischen Deutschland und Belgien, die sich nordwestlich an die Eifel anschließt. 133 km² liegen in Deutschland, der Rest in Belgien. Große Flächen sind als Hochmoor ausgebildet, wovon sich auch der Name ableitet: Venn für Moor.
Aber erstmal eine kleine Brotzeit zur Stärkung, denn es ist schon halb drei, als wir am Wanderparkplatz ankommen. Und es liegen immerhin 13 km vor uns.
Durchs Naturschutzgebiet wurden Holzstege verlegt, auf denen wir trockenen Fußes wandern können. Unter uns gurgelt ein Bächlein, rechts liegt ein Tümpel, die Vögel zwitschern.
Es sind nur wenige andere Wanderer unterwegs. Wir genießen die außergewöhnliche Landschaft, die durch Moose, Heidekraut, Wollgras und Moorbirken geprägt ist.
Dreieinhalb Stunden brauchen wir für den Rundweg, den wir auf der Website vom Eifelyeti entdeckt hatten.
Gegen 19 Uhr erreichen wir unseren Stellplatz in Monschau und machen uns nach dem Abendessen nochmal auf, das kleine Eifelstädtchen zu erkunden.
Sein historischer Kern ist durch Gässchen, die von alten Fachwerkhäusern mit Schieferdächern gesäumt werden, den Marktplatz und der rasch dahin fließenden Rur geprägt.
Es sind kaum Touristen hier, die meisten Lokale haben geschlossen und nachdem wir auf dem Markt unser Bier ausgetrunken haben, wird auch hier dicht gemacht.
Alles dreht sich heute um das Schalkenmehrener Maar. Vor rund 10500 Jahren ist das Maar nach einer Dampfexplosion entstanden und hat sich dann mit Wasser gefüllt. In nächster Nähe gibt es noch weitere Vulkankessel mit Maaren, das Weinfelder Maar und das Gemündener Maar. Die beiden liegen aber nicht in dem heute „erwanderten“Quadratkilometer. Ein Gipfelkreuz ohne […]