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Wandern am Okatse-Canyon

Sehr malerisch direkt am Wasser ist der Platz, den wir gestern mit Hilfe der örtlichen Polizei gefunden haben. Wir haben ihre Ortsangabe allerdings auch etwas frei interpretiert. Egal, wir haben hier niemanden gestört, uns hat keiner gestört und wir haben wunderbar geschlafen.

Heute lockt der Okatse-Canyon, etwa 100 Kilometer nordöstlich von uns. Er ist ein Naturdenkmal, bekannt für einen etwa 780 Meter langen, schwebenden Steg entlang steiler Kalksteinfelsen. Besucher wandern in ca. 100 bis 140 Metern Höhe über dem Schluchtgrund mit Aussichtsplattformen und Wasserfällen.

Schon die Anreise ist im letzten Abschnitt eine kleine Herausforderung: Wir fahren steil ins Flussbett hinunter und auf der anderen Seite wieder hoch, in Serpentinen und engen, steilen Kehren. Über diese Hängebrücke müssen wir zum Glück nicht.

Im Besucherzentrum kaufen wir vier Tickets zu je 30 Lari, etwa zehn Euro. Bis zum Eingang zum Canyon laufen wir knapp drei Kilometer bergauf, bergab durch den Wald. Der Weg ist teils sehr steil aber sehr sorgfältig aus Natursteinen gearbeitet.

Dann beginnt die eigentliche Attraktion: ein Steg, teils frei schwebend entlang der Schlucht. Das macht Spaß!

Nach 750 Metern gibt es eine Aussichtsplattform, die in die Schlucht hinausragt.

Es ist ein Rundweg und wir laufen quasi eine Etage höher wieder zurück. Im Internet ist zu lesen, dass man insgesamt 500 Treppenstufen läuft. Macht nix, wir sind gestern lange im Auto gesessen und freuen uns jetzt über die Bewegung.

Es ist schon nach Sechs, als wir wieder bei den Bussen sind. Wir haben am Anfang des Wanderweges geparkt und bleiben über Nacht hier stehen. Während Dorothee und Alain sich um die Spaghetti Bolognese kümmern, schnippele ich den Salat. Mit uns werden etwa acht Hunde hier schlafen. Hoffentlich ohne nächtliche hündische Unterhaltung.