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Nach Georgien

Schon gestern Abend habe ich mich auf heute Morgen gefreut, denn Frühstücken am Strand, am Schwarzen Meer, ist schließlich etwas ganz Besonderes. Es ist zwar noch recht frisch, aber mit Pulli geht es. Möwen umkreischen ein Fischerboot. Der Strand ist leer – außer einem kleinen Auto, das sich gestern Nacht, wohl dank eines übermütigen Fahrers, im Sand festgefressen hat.

Nach der zweiten Tasse Kaffee kommt leider heftiger Wind auf und unsere Utensilien fliegen gemeinsam mit dem umliegenden Müll durch die Gegend. Rasch verziehen wir uns nach drinnen.

Bis zur georgischen Grenze sind es knappe 200 Kilometer, immer über die vierspurige E 70 am Meer entlang, das sich teilweise nicht schwarz sondern türkis zeigt. Gegen Eins erreichen wir die Grenze und sind gespannt, wie lange die Prozedur dauert. Wir mogeln uns (auf der Gegenspur) an einer langen LKW-Schlange vorbei und sind rasch am türkischen Kontrollpunkt.

Nur jeweils eine Person darf im Camper bleiben, die anderen beiden machen sich zu Fuß auf den Weg durch ein riesiges Gebäude, das Türken und Georgier gemeinsam betreiben.

Lange Gänge, teilweise mit Laufbändern, ein Aufzug, rauf, runter, bei der Ausreise geht es schnell, bei der Einreise knuddelt es sich, aber nach einer Viertelstunde ist auch das erledigt und dann heißt es:

„Welcome to Georgia!“

Etwas dauert es noch, bis auch unsere Männer mit den Bussen kommen. Wir brauchen noch Geld und Sim-Karten (das dauert immer am längsten) und endlich können wir weiterfahren. In Georgien ist es eine Stunde später als in der Türkei und somit zwei Stunden später als in Deutschland.

Wir steuern eine elf Kilometer entlegene Privatunterkunft an. Angelina und ihr Mann bieten ihren Garten, Toilette, Dusche und Waschmaschine an und wir wollen zwei Nächte bleiben. Erstmal ankommen.