Salut, Belgien!

Unser Weg nach Frankreich führt heute erstmal durch zwei andere Länder: Holland und Belgien.

Unseren ersten Stopp machen wir südlich von Roermond an den großen Maasseen (so ein schönes Wort!). Sie entstanden durch den Kiesabbau in den 50er und 60er Jahren und sind heute ein riesiges Naherholungsgebiet, in dem sämtlichen Wassersportarten nachgegangen werden kann. Wir wollen uns das nur mal kurz anschauen und die Drohne fliegen lassen. Unsere Wanderung heben wir uns für später auf.

Wo Belgisch und Niederländisch, Limburg und Nordbrabant aufeinandertreffen, liegt der KempenBroek, ein Naturschutzgebiet von 25.000 Hektar, das so groß ist wie kaum ein anderes in Flandern und den Niederlanden. Gestern Abend beim Studieren unserer heutigen Route haben wir es auf der Karte entdeckt.

Seit zwei Jahren ist die Gegend als UNESCO-Biosphärenreservat ausgezeichnet. Hier wollen wir heute unseren zweiten Halt einlegen. Die Gummistiefel haben wir leider zu Hause vergessen, Trekkingschuhe werden hoffentlich ausreichen.

Zumindest jetzt, am Ende eines trockenen Sommers sind die Wege hier zum Glück ebenfalls trocken und führen uns durch die Tümpellandschaft. Aktuell sind nicht viele Wasservögel vor Ort, vor allem Gänse und ein paar Reiher und Kormorane. Aber bei Sonne und milden 20 Grad macht es Spaß zu laufen und zu lauschen. Immer wieder gibt es Beobachtungshütten, aus denen heraus man, ohne die Tiere zu stören, nach draußen spähen kann.

Mittagspause mit Broten und Schokolade machen wir still und leise in der „Eisvogelhütte“, der sich aber leider nicht blicken lässt.

Die Libellen sind die wichtigsten Tiere hier: mehr als 50 verschiedene Arten wurden gezählt und diese enorme Vielfalt spielte eine zentrale Rolle bei der Argumentation für den Schutz und die Anerkennung des Gebiets.

Gegen Vier sind wir wieder beim Bus und machen uns endlich auf den Weg nach Frankreich. Heute wollen wir noch nach Sedan. Das sind 260 Kilometer. Unser Navi meint, dass wir um Viertel nach Sieben da wären. Da hat es aber noch nichts von den verschiedenen Baustellen, Unfällen und Staus gewusst. Es dämmert bereits, als wir gegen Acht unseren Platz für die Nacht beziehen. Allerdings nicht wie geplant an der Maas im französischen Sedan (der Platz war belegt) sondern am Kriegsmuseum im belgischen Bastogne. Da haben wir gleich morgen Früh etwas Interessantes zum Erkunden.


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