Archiv der Kategorie: Frankreich (Herbst 2026)

Hallo, Sauerland!

Was war das diesmal für ein Hin und Her. Ursprünglich wollten wir diesen Herbst an die Barentssee fahren. Das ist das Polarmeer nördlich von Norwegen und Finnland. Da wir aus verschiedenen Gründen aber frühestens am 19. September hätten starten können, haben wir die Idee wieder verworfen. Schnee und Eis auf den Straßen sind da oben ab Mitte Oktober zu erwarten.

Auf der Rückfahrt von unserer Frühjahrstour in die Türkei und nach Georgien sehnten wir uns in wärmere Gefilde: Griechenland im Herbst, das wäre doch fein! Doch dann war es so heiß diesen Sommer, dass es uns gar nicht mehr in warme Gegenden zog. Außerdem sollen die Griechen gerade so streng sein, was das Freistehen von Campern angeht.

Sardinien und Korsika waren auch noch kurz im Spiel, das dann letztlich Frankreich gewann. Seit über einem Jahr markiere ich auf google maps französische Ortschaften und Landstriche, von denen ich sehe oder lese, dass sie besonders schön sind.

Einen Teil davon wollen wir auf unserer diesjährigen Herbstreise entdecken. Wir haben keinen Plan und lassen uns von unserer Lust leiten.

Unser erster Halt auf dem Weg nach Frankreich ist der Diemelsee. Ein braunes Schild am Straßenrand und Achims Entdeckung, dass es hier den Panoramaweg Diemelsee, den schönsten Wanderweg im Sauerland gebe, locken uns dorthin.

Runter von der Autobahn und rauf auf die kurvigen Sträßchen, die uns zum Stausee bringen, der sogar einen kostenfreien Stellplatz für Camper anbietet. Nach dem Mittagessen erkunden wir die Gegend.

Ursprünglich hatte die vor rund hundert Jahren gebaute Diemeltalsperre den Zweck, der Weser bei Niedrigwasser Wasser für den Mittellandkanal zu liefern. Heute ermöglicht das Wasser der Talsperre bei Niedrigwasser die Schifffahrt auf der Oberweser.

Wir laufen über die Staumauer und auf der gegenüberliegenden Seite ein Stück entlang des Sees. Dann biegen wir links ab und mäandern auf einem recht steilen Steig durch einen Wald voller Buchen und Eichen hoch zum Aussichtspunkt St. Muffert.

Der höchste Punkt ist der 595 Meter hohe Eisenberggipfel, von dem aus wir in weiten Kurven wieder zurück zu unserer Staumauer wandern.

Als wir nach über drei Stunden wieder beim Bus sind, tun mir die Füße weh und ich freue mich auf einen ruhigen Abend. Das Sauerland hat uns einen schönen Auftakt für unsere Herbsttour beschert.