Dritter Tag auf dem Loire-Radweg: zu 130 000 kleinen Steinchen

Heute planen wir mit dem Camper einen Sprung von 140 Kilometern flussabwärts auf einen kleinen Campingplatz in Jargeau. Doch zuerst fahren wir zum nächstgelegenen Decathlon in Bourges, denn der Reifen meines Fahrrads hat über Nacht vollständig die Luft verloren. Ein neuer muss her. Der alte hat schon etliche Flicken. Womöglich hat sich gestern einer von ihnen gelöst.

Oh, man kann sein Rad hier auch reparieren lassen und es kann sogar sofort gemacht werden! Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und nehmen das Angebot dankend an. Eine halbe Stunde später kann die Fahrt weitergehen. Mit einem reparierten Fahrrad. Merci!

Der Campingplatz in Jargeau liegt direkt am Fluss, den man aber leider wegen der hohen Hecke nicht sehen kann. Wir kochen uns einen Kaffee und schwingen uns auf die Räder. Dritte Etappe an der Loire. Das Wetter ist mit sonnigen 20 Grad perfekt. Meistens führt der Radweg am Wasser entlang und bietet herrliche Blicke auf den hier frei schwingenden Fluss.

Eine auffällige Installation zu unserer Rechten lässt uns innehalten. „Friedhof der verlorenen Pflanzen“ lesen wir auf einem Schild. Und dass seit den 90er Jahren allein in diesem Gebiet hier 114 Arten verschwunden sind.

Ein paar Kilometer später stoßen wir in Germigny-des-Prés auf ein weltberühmtes Apsismosaik:  Das Kunstwerk besteht aus rund 130.000 kleinen Mosaiksteinen. Es wurde zwischen 803 und 806 unter Theodulf von Orléans, Bischof und enger Berater Karls des Großen geschaffen und im Jahr 806 geweiht.

Dargestellt ist die Himmlische Vision mit der geöffneten Bundeslade, die von vier Engeln umgeben ist.

Die Rückfahrt in der Abendsonne geht uns leicht vom Fuß. Bald sind wir zurück in Jargeau und fahren noch eine Runde durch die kleine Altstadt, ehe wir es uns für den Abend auf dem Campingplatz gemütlich machen.


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